Das passiert im Mai in der Natur

Das passiert im Mai in der Natur
Im Frühjahr werden viele Tiere geboren - zum Beispiel Rehkitze. (Foto: dpa)

Die Natur lebt! Und sie verändert sich, jeden Monat. Wir erklären dir in unserer neuen Reihe, was gerade mit Bäumen, Pflanzen und Tieren los ist. Dieses Mal: der besondere Monat Mai!

Der „Wonnemonat“ ist da. So wird der Mai nämlich genannt, weil jetzt vieles grünt und blüht und die Tiere wieder jede Menge Nahrung finden. Dass jetzt die Zeit des sogenannten „Vollfrühlings“ ist, erkennst du auch daran, dass der  Flieder schön  blüht und duftet. Das bedeutet auch, dass der Sommer nicht mehr weit ist.

Vom 11. bis zum 15. Mai sind die sogenannten „Eisheiligen“. Das sind eigentlich Gedenktage für Heilige. Weil eine Bauernregel besagt, dass es bis zu diesem Zeitpunkt nachts noch Frost geben kann, warten viele Gärtner die „Kalte Sophie“ am 15. Mai  ab,  bis sie ihre jungen Pflanzen nach draußen in den Garten setzen. Der April war in diesem Jahr ungewöhnlich kalt und viele Pflanzen, die schon ausgetrieben sind und geblüht haben, sind bei den Minusgraden eingegangen oder haben ihre Blüten verloren.

Pflanzen

Mit weißem Hut: So sehen Maiglöcken aus. (Foto: dpa)

Löwenzahn, Maiglöckchen und Waldmeister blühen. Eis oder Wackelpudding mit Waldmeistergeschmack kennst du bestimmt.  Waldmeister ist also nicht giftig – zu viel davon ist allerdings auch nicht gesund. Er enthält den Stoff „Cumarin“, von dem du zum Beispiel Kopfschmerzen bekommen kannst.

Da die Bäume wieder Blätter haben, können sie Photosynthese betreiben. Dabei stellen sie mit Hilfe von Sonnenlicht aus Wasser und Kohlenstoffdioxid, das du zum Beispiel ausatmest, Zucker her. Als Abfallprodukt entsteht dabei Sauerstoff. Den Zucker brauchen die Pflanzen, um zu wachsen. Die Bäume bilden dabei direkt unter der Rinde einen neuen Ring Holz. Im Frühjahr wachsen sie sehr schnell, es bildet sich eine dicke, helle Holzschicht. Im Sommer und Herbst wächst der Baum langsamer, es bildet sich eine dünnere, dunklere Schicht. Beides zusammen ergibt einen Jahresring. Wenn du an einem gefällten Baumstamm die Jahresringe zählst, weißt du, wie alt der Baum geworden ist.

Tiere

Maikäfer knabbern Blätter an. (Foto: dpa)

Der Maikäfer trägt seinen Namen zu Recht: Er verbringt vier Jahre als Larve unter der Erde, um dann Anfang Mai als Käfer herauszukommen. Nur etwa vier Wochen – den Mai über – dauert sein Leben als Käfer. In dieser Zeit frisst er das frische Laub der Bäume, weshalb er bei den Förstern nicht beliebt ist. In manchen Jahren gibt es nur sehr wenige der dicken, braunen Käfer mit den puscheligen Fühlern, in anderen  viele.

Die hübschen Distelfalter sind aus Afrika zurückgekehrt, um auf den Disteln Eier abzulegen. Daraus schlüpfen bald   Raupen. Die Schmetterlinge, die aus ihnen entstehen, werden vor dem Winter wiederum nach Afrika in die Wärme fliegen.

Der Zaunkönig hat jetzt viel zu tun. (Foto: „obs/NABU“)

Vogeleltern fliegen derzeit unermüdlich herum, um die hungrigen Küken zu füttern, die in den Nestern auf Nahrung warten. Zum Beispiel müssen Zaunkönig-Eltern ihren Jungen bis zu 550-mal am Tag Nahrung bringen, wie der Naturschutzbund Deutschland berichtet.  Auch die Rehe haben Nachwuchs bekommen. Das Rehkitz versteckt sich im Unterholz des Waldes oder im hohen Gras. Die Mutter kommt nur zum Säugen vorbei, damit sie mit ihrem Körpergeruch keine Feinde anlockt.

Von Jasmin Krsteski

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