Unsere monstermäßige Weihnachtsgeschichte – vierter und letzter Teil

Unsere monstermäßige Weihnachtsgeschichte – vierter und letzter Teil
Illustration: Constanze von Kitzing

Und hier ist er: Der vierte und somit letzte Teil der Duda-Weihnachtsgeschichte von Constanze von Kitzing.

Monstermäßige Weihnacht!

Illustration: Constanze von Kitzing

„Juhu, endlich wissen wir alles über Weihnachten, es kann los gehen!“, kreischen die Monstergeschwister Monsti und Kralle. Wie Vincent ihnen geraten hat, waren sie sehr brav – zumindest für Monster, sie haben sich nur fünf statt 37 Mal gekloppt und sich nur drei statt 14 Mal ein Bein gestellt. Sie haben ihre Wunschzettel gezeichnet und ihren Eltern die Liste mit Dingen gegeben, die auf keinen Fall fehlen dürfen, „Nämlich ein Weihnachtsbaum, Socken mit Löchern, Plätzchen und Sterne. Und die Geschenke.“, zählt Kralle auf, als er auf seine Zeichnungen schaut.

„Wir machen die Sterne.“, quaken die Monsterkinder und zeichnen und malen den ganzen Vormittag über Sterne an alle Wände im Haus mit Wachskreiden, Filzstiften und Wasserfarben.

„Leuchten tun sie nicht“, „stellt Kralle fest, „aber schön sind die trotzdem.“

„Finde ich auch“, stimmt Monsti zu. „So, und jetzt die Plätzchen!“

Sie kneten einen monsterriesigen Teig, den sie quer über den Fußboden ausrollen. „Schade, dass wir keine Förmchen haben“, sagt Monsti, „komm, wir schneiden selbst Formen aus.“

Die Eltern sitzen währenddessen am warmen Kamin und stricken wie wild. Es macht ihnen richtig Spaß!

„Schau, meine Monsterperle“, brüllt Papa Monster enthusiastisch, „ich kann schon richtige Muster stricken.“

„So, fast fertig, jetzt müssen wir nur noch die Löcher in die Socken rein machen!“, bestimmt Monsti, als sie Stunden später den riesigen Sockenhaufen sieht.

Während sich Familie Monster über die lustigen Bräuche der Menschen amüsieren, spießen sie die Socken an ihren Hörnern auf.

„Jetzt haben sie alle Löcher, wie sich das für Weihnachtssocken gehört!“, stellt Monsti zufrieden fest.

„Monstermäßig!“, ruft Mama Monster, „damit können wir ja dann den Weihnachtsbaum schmücken.“

So geht der Tag zu Ende und als die Monsterkinder endlich im Bett sind – wegen der Aufregung dauert das heute NOCH länger als sonst – ziehen Mama und Papa Monster los, um den Weihnachtsbaum und die Geschenke zu besorgen.

Am nächsten Tag ist Weihnachten. Bis zum Abend müssen sich die Monsterkinder noch gedulden. Vor Aufregung summt Monsti ständig vor sich hin. Das wiederum nervt Kralle und macht, dass es ihm noch schwerer fällt brav zu sein – ständig muss er die summende Monsti zwicken.

„Wenn du so weiter machst, bekommst du keine Geschenke mehr!“, motzt Monsti. „Selber!“, brüllt Kralle und stürzt sich auf seine Schwester. So ganz ohne Gekloppe geht es bei Monsterkindern halt nicht. Aber irgendwann wird es Abend und sie dürfen ins Wohnzimmer. Die Sterne an den Wänden sehen wunderschön aus. Überall stehen Schüsseln mit lustigen Monsterplätzchen und genau in der Mitte steht der größte und schönste Weihnachtsbaum, den Monsti und Kralle jemals gesehen haben!

„Boaaaaaa, das ist ja der größte und schönste Weihnachtsbaum, den wir jemals gesehen haben!“ rufen sie im Chor und stürzen sich im gleichen Augenblick auf ihre Geschenke.

„Juhuuuuu, ein echtes Auto!!!!!!“, schreit Monsti. „Das habe ich mir schon immer gewünscht.“

„Das wirst du nicht glauben“, brüllt Papa Monster und lacht, „aber das stand einfach so neben der Straße. Sogar mehrere, aber wir dachten, dass eines für den Anfang reicht.“

„Ein Pony!!!!! Mit weichem Fell!!“, Kralle kann sein Glück nicht fassen. Er trägt sein echtes Pony selig durchs Haus und füttert es unentwegt: „Hier, du musst keine Puppen essen wie der Esel und die Kuh bei Vincent und Lucie, wir haben Heu und Möhren und Äpfel und Plätzchen, so viel du magst!“

Dann sitzen sie gemütlich um den Kamin, singen den „Supermonster Boogie“, essen gemeinsam die Plätzchen und den wirklich leckeren Weihnachtsbaum und finden, dass Weihnachten ein ganz monstermäßiges Fest ist!

 

Die weiteren Teile unserer Weihnachtsgeschichte:

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