Unsere monstermäßige Weihnachtsgeschichte – zweiter Teil

Unsere monstermäßige Weihnachtsgeschichte – zweiter Teil
Illustration: Constanze von Kitzing

Und weiter gehts mit dem zweiten Teil der Duda-Weihnachtsgeschichte von Constanze von Kitzing.

Monstermäßige Weihnacht!

Illustration: Constanze von Kitzing

„Autsch, mein Popo!“, beschwert sich Kralle, als Monsti und er auf ihren wolligen Hintern den verschneiten Berg hinunter ins Dorf rutschen.

Die Monstergeschwister sind auf monsterlicher – äh – weihnachtlicher Mission: sie wollen herausfinden wie Weihnachten geht. 

„Pscht!“, macht Monsti, „mach doch nicht so einen Lärm, man darf uns nicht entdecken!“ 

Die Monsterkinder haben sich schlau verkleidet und nur ein Profi würde erkennen, dass hier nicht zwei stinknormale Kinder unterwegs sind. Trotzdem sind sie vorsichtig. 

„Du weißt doch, dass die meisten Menschen tierische Angst vor uns Monstern haben und wenn die alle schreiend vor uns weg rennen, erfahren wir nicht, wie sie Weihnachten feiern!“, erinnert Monsti. „Boa schau mal, hier sind ja in allen Straßen so schöne Sterne und Lichter!“ 

„Ja, echt monsterlich!“, staunt Kralle. 

Der dicke Schnee knirscht unter ihren Monstertatzen, als sie in eine kleine Gasse einbiegen. Hinter einem vereisten Fenster brennt Licht.

„Oh, schau mal, da drinnen sind zwei Kinder. Und das Fenster ist einen Spalt weit auf, da können wir hören, was die beiden sagen. Megamonster-Glück!“ flüstert Monsti.

„Monstermäßig!“, wispert Kralle aufgeregt.

„Was wünschst du dir vom Christkind, Vincent?“, fragt in diesem Moment eines der beiden Menschenkinder das andere.

„Hach, ich wünsche mir ein Schaukelpferd, so eines mit weichem Fell.“, schwärmt Vincent.

„Pferde sind doof.“, kommt es zurück.

„DU bist doof!“, motzt Vincent.

„Ich, Lucie, wünsche mir so ein megacooles ferngesteuertes Auto, mit Fernbedienung.“ Lucies Augen leuchten. 

„Mir doch egal!“, murmelt Vincent und zeichnet weiter an seinem Schaukelpferd mit weichem Fell.

Fieberhaft versucht Monsti sich alles zu merken, was sie grade hört. Vor lauter Aufregung muss sie laut pupsen. 

„Was war das?“, rufen die Kinder im Zimmer. Sie sind aufgesprungen und hasten zum Fenster. 

„Vielleicht eine Rakete!“, überlegt Vincent.

„Oder das Christkind…“, flüstert Lucie.

Monsti und Kralle halten den Atem an. Sie haben sich unter dem Fenster der Kinder flach auf den Boden gelegt. 

„Schau mal, Vincent, da ist was“, ruft Lucie, die sich weit aus dem Fenster gelehnt hat. „He, wer seid ihr und was macht ihr unter unserem Fenster?“ 

„Seid ihr Spione?“, will Vincent wissen, der die beiden nun auch sehen kann. „Habt ihr euch deshalb so cool verkleidet?“

Monstis Herz klopft wie verrückt, aber sie versucht ganz lässig zu antworten: „Gut ne, haben wir nur für besondere Missionen an.“ Dabei tippt sie an ihre Sonnenbrille, den falschen Bart und den Hut.

„DEN Kram meine ich doch nicht“, ruft Vincent, „ich meine eure megacoolen Monsterkostüme. Sind die von Halloween? Oder macht ihr ‘n Monstergeburtstag?“ 

„Mh ja … äh … genau richtig, Halloween-Monster-Geburtstag!“, stottert Monsti – was bitte ist denn jetzt wieder Halloween? Da hat sie einen Einfall. „Ähm, wir machen grade so ein Spiel und sollen rausfinden, wie Menschen… äh, wie andere Menschen weihnachten feiern.“

„Ach so!“, Lucie ist beruhigt, Vincent voll aufgeregt, „Kommt doch rein, wir erzählen euch alles ganz genau!“

Die weiteren Teile unserer Weihnachtsgeschichte:

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