Sitzend, hängend, einäugig: So sonderbar können Tiere schlafen

Gorillaeltern kuscheln gerne mit ihren Babys. So wie wir Menschen das auch tun. (Foto: dpa)
Gorilla-Eltern kuscheln gerne mit ihren Babys. So wie wir Menschen das auch tun. (Foto: dpa)

Ein ruhiger, dunkler Raum, ein kuscheliges Bett. Wenn wir die Wahl haben, machen wir es uns zum Schlafen so gemütlich wie möglich. Auch viele Menschenaffen suchen sich einen gemütlichen und sicheren Ort. Dort bauen sie sich Nester zum Schlafen. Gorillas zum Beispiel bauen ihre Nester mit Zweigen von Büschen und anderen Pflanzen, am Boden oder in Bäumen. Jeden Abend bauen sie ein neues Nest. Babys schlafen im Nest der Mutter. Wie schlafen andere Tiere?

Tiere schlafen an ungewöhnlichen Orten

Nicht alle Affen schlafen so. Paviane zum Beispiel sitzen meist beim Schlafen. Dazu ziehen sie sich auf teils sehr steile Felsen und Bäume zurück, sagt der Experte Heribert Hofer.

Ungewöhnliche Schlaforte haben auch Faultiere. Sie schlafen tatsächlich in den Bäumen, manchmal baumeln sie sogar an einem Ast dabei. Leider kommt es auch manchmal vor, dass diese Tiere im Schlaf herunterfallen und dabei sterben.

Auch im Stehen kann man ruhen

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Pferde legen sich zum Schlafen nur hin, wenn sie wirklich tief schlafen möchten. (Foto: dpa)

Pferde können auch im Stehen schlafen. Schwer zu sagen, wie gemütlich das für sie ist. Allerdings sind Pferde in dieser Schlaf-Position nicht im Tiefschlaf. Sie wachen leicht auf, etwa bei Geräuschen.

Als Fluchttiere sind sie es gewohnt, schnell davonzugaloppieren, wenn Gefahr droht. Doch auch im Stehen erholen sich Pferde. Für einen tiefen Schlaf legen sie sich aber auch manchmal auf den Boden.

Wenn Hunde träumen

Menschen schlafen vor allem nachts. Für viele Tiere ist das aber die Zeit, in der sie aktiv sind. Bei Hamstern und Waschbären ist das zum Beispiel der Fall. Sie ruhen dafür eher tagsüber.

Grafik: C. Goldammer/dpa

Grafik: C. Goldammer/dpa

Und wie sieht es eigentlich mit dem Träumen aus? Wer einen Hund hat, kennt das gut: Gerade lag das Tier noch friedlich schlummernd da. Plötzlich fängt es an, zu zucken und wild mit den Beinen zu rudern. Man könnte meinen, der Hund träumt von wilden Jagden. Und so ist das wohl auch. „Zwar hat noch kein Hund von seinen Träumen erzählt“, sagt Tierforscher Heribert Hofer. „Doch Hunde schlafen nach einem ganz ähnlichen Muster wie wir Menschen.“

Das Gehirn verrät, was passiert, wenn Tiere schlafen

Hierzu haben Wissenschaftler die Gehirnströme von Menschen und Tieren gemessen. Sie fanden heraus: Im Schlaf erleben wir verschiedene Phasen: Mal schlafen wir leichter, mal tiefer. Träume erleben wir während einer ganz bestimmten Stufe. Es ist dieselbe, in der sich auch Hunde im Schlaf wild bewegen. Affen und Katzen können offenbar ebenfalls träumen, nehmen Tier-Forscher an.

„Das Gehirn von Reptilien wie etwa von Schlangen funktioniert hingegen ganz anders“, sagt Heribert Hofer. Sie scheinen die uns bekannten Schlaf-Phasen nicht zu durchwandern.

Delfine machen nur ein Auge zu

Das weißt du vielleicht schon: Wale sind keine Fische. Sie sind Säugetiere und haben damit wie alle Tiere ihrer Klasse Lungen statt Kiemen. Fische können mit Hilfe ihrer Kiemen unter Wasser atmen. Wale hingegen halten unter Wasser die Luft an. Zum Atmen tauchen sie auf. Aber heißt das, dass Wale ertrinken, wenn sie das Auftauchen verschlafen?

Nein. Die meisten Wale wie Delfine zum Beispiel schlafen im sogenannten Halb-Seiten-Schlaf. Das bedeutet: Sie schlafen abwechselnd mit nur einer Hälfte des Gehirns. Die andere ist wach und kann ans Auftauchen und Atmen denken. Wenn ein Delfin schläft, schließt er übrigens auch nur ein Auge.

VON DPA

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