Die „Big Five“ in Afrika

Die „Big Five“ in Afrika
Auf der Lauer: ein Leopard. (Bild: Fotolia)

Stell dir vor: Plötzlich siehst du eine Herde Elefanten vor dir! In einigem Abstand beobachten zwei Büffel die Elefanten. Sie warten, dass auch sie ans Wasser dürfen. Einige Kilometer weiter liegen vier Löwen im Schatten eines Baumes und dösen. Wieder ein Stück weiter läuft ein schweres Nashorn über den Weg. Und im Gebüsch lauert ein Leopard. Alle haben etwas gemeinsam: Sie gehören zu den sogenannten Big Five – den Großen Fünf.

Wo leben die Big Five?

Eine Studie zeigt, dass sich zwischen 1970 und 2010 die Zahl der Tiere und Pflanzen halbiert hat. In Gefahr ist auch der Löwe. In Afrika und Asien ist der König der Tiere vom Aussterben bedroht. (Foto: dpa)

Diese Tiere leben in einigen afrikanischen Ländern, zum Beispiel in Südafrika. Mit dem Flugzeug bist du von Köln aus in zwölf Stunden dort! Das Land selbst ist riesig.

Südafrika ist 3,5 Mal so groß wie Deutschland. Touristen können die Big Five meistens in großen Nationalparks anschauen.

Warum heissen sie Big Five?

Elefant, Büffel, Löwe, Nashorn und Leopard: Diese wilden Tiere werden nicht „Big Five“ genannt, weil sie so groß sind. Der Grund ist, dass sie am schwierigsten zu Fuß mit einer Waffe zu jagen sind.

Der Begriff „Big Five“ stammt aus der Zeit vor rund 200 Jahren, als viele Europäer und Amerikaner es schick fanden, sich Tierfelle ins Haus zu legen oder Hörner an die Wand zu hängen. Auch heute noch jagen Menschen diese Tiere, obwohl immer mehr vom Aussterben bedroht sind.

Der afrikanische Elefant

In manchen Parks in Südafrika laufen Elefanten einfach so durch die Gegend. (Foto: dpa)

So ein Elefant ist schon ziemlich beeindruckend. Immerhin kann er bis zu 3,50 Meter groß werden. Faszinierend ist der Rüssel des Elefanten. Mit ihm kann er riechen, tasten, greifen, sich abduschen, Gras oder Zweige in den Mund stecken, trompeten – und im Wasser dient er als Schnorchel.

Der afrikanische Büffel

Ein afrikanischer Wasserbüffel (Bild: Isabella Neven DuMont)

Typisch für den Büffel sind seine langen, geschwungenen Hörner. Sie können bis zu 1,5 Meter lang werden. Der Büffel hat außerdem kräftige Hufe – und wenn er mit anderen Mitgliedern seiner Herde einmal losläuft, kann es für Mensch und Tier brenzlig werden.

Das Nashorn

Faltige Angelegenheit: das Nashorn. (Bild: Isabella Neven DuMont)

In Südafrika gibt es zwei Arten Nashörner: Das Spitzmaul- und das Breitmaulnashorn. Beide Arten haben aber ein Problem: Ihre Hörner gelten zum Beispiel in China als Heilmittel gegen Krankheiten – obwohl das nicht bewiesen ist. Deswegen werden sie oft nur getötet, um ihr Horn zu Medizin zu verarbeiteten.

Der Löwe

In Afrika machen Löwen den Menschen oft Probleme. Zum Beispiel, weil sie ihr Vieh fressen. (Fotos: dpa)

Die Wildkatzen sind ausgezeichnete Jäger. Sie legen sich auf die Lauer, um Zebras, Gnus oder Warzenschweine zu fressen. Manchmal wagen sie sich auch an die Giraffen! In der Regel übernehmen die Weibchen die Jagd. Im Schatten eines Baumes macht sich das Rudel dann ans Fressen. Obwohl die Weibchen die Arbeit erledigt haben, darf das Männchen den ersten Biss machen.

Der Leopard

Auf der Lauer: ein Leopard. (Bild: Fotolia)

Meist allein unterwegs, ist der Leopard zwischen Sträuchern und Bäumen aufgrund seines Fells nur schwer zu erkennen. Die Großkatze ist aber eine sehr talentierte Klettererin. Von oben herab beobachtet sie die Umgebung, hat sie eine Beute gesichtet springt sie zur Jagd. Um das erlegte Futter vor anderen Tieren zu schützen, zerrt der Leopard sie auf einen Baum. Kleine, aber auch größere Tiere, wie zum Beispiel Antilopen stehen auf dem Speiseplan.

Von Jennifer Wagner

Alles über diese und andere Tiere liest du auch im Tier-ABC

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