Mit den Schülern lachen

Mit den Schülern lachen
Wer oft Bescheid weiß, wird gern als Streber bezeichnet. (Foto: dpa)

Hausaufgaben, Tests, Unterrichtsstoff – ihr Job ist gar nicht so leicht. Aber was macht eigentlich einen guten Lehrer aus? Das haben wir die Kinderreporter gefragt. Denn Freitag war der Tag des Lehrers.

Fritz

Eine gute Lehrerin oder ein guter Lehrer sollte auch mal mit seinen Schülern lachen. Er sollte sich für seine Schüler interessieren und deren Themen in den Mittelpunkt stellen. Gute Lehrer sind gerecht und haben keine Lieblingsschüler. In der Grundschule hatte ich nur Lehrerinnen, die die Interessen und Spiele von Jungen nicht verstanden haben und vieles als störend empfunden haben. Ich hatte das Gefühl, dass ich es als liebes Mädchen leichter gehabt hätte.
Wenn Schüler in einem Fach nicht so gut sind, sollte der Lehrer sie motivieren und fördern. Er sollte gut erklären können und nicht nur das Lehrbuch benutzen. Ein guter Lehrer kann für sein Fach begeistern und erzählt auch mal, warum er das jetzt spannend findet. Er überfordert die Schüler nicht und testet nicht dauernd, weil Kinder mit Druck und Angst nicht gut lernen können.
In gutem Unterricht reden Schüler mehr als der Lehrer, weil sie das Thema fesselt und sie alles verstanden haben. Dann kann der Lehrer sich zurücklehnen und zufrieden sein.

Helena

Ich finde, ein guter Lehrer sollte seinen Unterricht spannend gestalten. Wenn ich einfach nur Arbeitsblätter abarbeiten soll, ist das langweilig. Viel besser ist es, wenn wir Experimente oder Projekte machen und selbstständig etwas erarbeiten können. Alle meine Lieblingslehrer haben etwas, was mir sehr wichtig ist, nämlich Humor. Ein Lehrer muss auch mal Witze machen können oder zumindest Spaß verstehen, dann macht es den Schülern auch mehr Spaß. Außerdem sollte ein Lehrer fair sein und niemanden bloßstellen. Zum Beispiel wäre es fies, wenn er vor der ganzen Klasse sagt, dass ein Schüler eine schlechte Note geschrieben hat.
Eine meiner Lehrerinnen übt mit uns nicht nur den Unterrichtsstoff, sondern hilft uns dabei, unser Selbstvertrauen und unser Durchsetzungsvermögen zu stärken. Bei ihr dürfen wir nicht sagen: „Ich bin mir nicht sicher“ oder „Ich kann das nicht“. Wenn wir das machen, müssen wir die Antwort noch mal wiederholen. Das finde ich toll, es hilft uns, sicherer zu werden.

Schüler einer 9. Klasse eines Gymnasiums (dpa-Symbolbild)

Johann

Für mich ist ein guter Lehrer jemand, der die Regeln so durchsetzt, dass alle Schüler zuhören. Das klingt ein bisschen komisch, aber das gibt es wirklich noch. Wichtig für einen guten Lehrer ist auch, dass er manchmal vom Thema abweicht und mal kurz mit den Schülern lachen kann. Danach kann man wieder konzentriert weiterarbeiten.
Ich habe gerade einen Lehrer, der mit dem ganzen Kurs super klarkommt, und alle dazu bringt, Spaß am Fach zu haben. Es ist in der ersten Stunde ein Gemeinschaftsgefühl entstanden, obwohl nicht alle Schüler von der gleichen Schule sind. Bis jetzt arbeiten alle mit und die Zeit geht viel zu schnell vorbei. Danke für den schönen Unterricht!

Neue Fächer, neue Lehrer – das ist spannend! (Foto: dpa)

Neue Fächer, neue Lehrer – das ist spannend! (Foto: dpa)

Marla

Ich finde schade, dass manche Lehrer Themen so zügig durchgehen. Das liegt wohl daran, dass durch G8 nicht viel Zeit bleibt. Andere Lehrer wiederum sind am Anfang des Schuljahres entspannt mit dem Stoff und am Ende wird es dann doch mega-stressig, weil noch soviel Stoff übrig ist. Ich glaube, dass man besser lernt, wenn man Sachen bespricht. Meine Lehrerin macht es so: Sie schreibt was an die Tafel, erklärt es und macht ein oder zwei Beispiele. Erst wenn es keine Fragen mehr gibt, dürfen wir abschreiben.

Lennart

Ein guter Lehrer ist für mich ein netter Lehrer. Das heißt, dass er nicht in der ersten Stunde die Kinder direkt anmotzt. Es gehört natürlich dazu, dass der Lehrer Hausaufgaben aufgibt (gerade in den Hauptfächern), aber es sollten nicht zu viele auf einmal sein.
Ich finde, Lehrer sollten mit den Kindern mehr praktische Sachen machen, statt nur vor der Klasse zu stehen und etwas zu erzählen. Ich mag zum Beispiel Experimente, Gruppenarbeiten oder Ausflüge, bei denen man etwas lernt. Zum Beispiel hat mir sehr gut gefallen, wie meine Grundschullehrerin das Thema Demokratie mit uns durchgenommen hat: Wir haben uns in Gruppen zusammengetan, Parteien gegründet, ein Wahlprogramm entwickelt und den anderen vorgestellt und dann wurde wirklich gewählt. Was ich den Lehrern schon immer mal sagen wollte, ist, dass ich Kollektivstrafen unfair finde. Es sollte nur der bestraft werden, der auch wirklich was gemacht hat. Und außerdem helfen Belohnungen viel mehr als Strafen.

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