Alle Tiere sind wichtig

Alle Tiere sind wichtig
Die Tiere sind schon länger auf der Arche unterwegs. Foto: ---/Ulysses Films, Fabrique d'Images and Moetion Films/dpa

Diese Wesen fallen auf. Sie sind bunt und etwas tollpatschig. Außerdem verströmen sie ein blaues, stinkendes Gas, wenn sie Angst haben. Nestrier heißen die Tiere. In echt gibt es sie nicht, aber in dem Animationsfilm „Ooops! 2 – Land in Sicht“. Der Film startet morgen im Kino. Was die Tiere mit einer Geschichte aus der Bibel zu tun haben, das erfährst du hier.

Eine Szene des Films „Ooops! 2 – Land in Sicht“. Foto: -/Telepool/dpa

Wer ist Dave?

Der Nestrier Dave ist in dem Film Koch auf einem Schiff. Es ist aber kein gewöhnliches Schiff, sondern die Arche Noah. Die dümpelt in dem Film schon seit einiger Zeit übers Meer. An Bord sind jede Menge echte und ausgedachte Tiere.

Dafür, dass die Tiere in dem Film sprechen können, haben Schauspieler und Schauspielerinnen gesorgt. Sie haben die Stimmen der Tiere eingesprochen. Christian Ulmen (rundes Bild) spricht den kochenden Nestrier Dave. Vor ein paar Jahren gab es schon einen ersten Film mit Dave und den anderen.

Die Arche aus dem Film «Ooops! 2 – Land in Sicht». Foto: —/Ulysses Films, Fabrique d’Images and Moetion Films/dpa

Was ist die Arche Noah?

Von der Geschichte der Arche hast du bestimmt schon mal gehört. Sie besagt, dass vor sehr langer Zeit eine große Flut die Erde überschwemmt hat. Nur zwei Tiere pro Art wurden auf einer Arche gerettet. Gebaut hat sie ein Mann namens Noah. Darum heißt das Schiff Arche Noah. In der Bibel heißt es, dass Gott die Flut erschaffen hat, weil die Menschen böse waren. Die Geschichte im Film ist aber etwas anders. „Es geht nicht um Bestrafung, Schuld und Sühne, sondern um ein Naturereignis und darum, wie man wohl mit dem Weltuntergang umgeht“, sagt Christian Ulmen.

Foto: —/Ulysses Films, Fabrique d’Images and Moetion Films/dpa

Worum geht es in der Bibel?

Bestrafung sei aber auch nicht das entscheidende Thema in der Bibel-Geschichte, meint ein Religions-Experte. Es gehe nicht darum, einen strafenden Gott zu zeigen. Stattdessen könnten die Menschen Vertrauen gewinnen. Er sieht die Geschichte so: Obwohl Menschen böse sein können, gibt Gott sie und die Tiere nicht auf. Und noch etwas kann man aus der Geschichte der Arche lernen, sagt der Experte: „Alle Tierarten sollen erhalten bleiben – auch gefährliche oder wenig niedliche Tiere.“

Die Nestrier sind etwas tollpatschigee Wesen. Foto: —/Ulysses Films, Fabrique d’Images and Moetion Films/dpa

Was kann man noch lernen?

Christian Ulmen mochte seine Rolle als Nestrier sehr gerne. Denn diese Wesen wollen immer das Gute, sagt er. „Bloß steht ihnen oft ihre Dösbaddeligkeit im Weg.“ Damit meint er, dass die Tiere sich manchmal etwas doof anstellen. Das passe auch ein bisschen zu ihm selbst.

Außerdem merken Nestrier erst sehr spät, dass sie auch unter Wasser leben können. Das passt doch eigentlich für uns alle ganz gut, sagt Christian Ulmen: „Dass es nie zu spät ist, herauszufinden, wer wir eigentlich sind und was wir noch so alles können.“

Von David Hutzler (dpa)

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