An die Leine!

An die Leine!
Hunde können anderen Tieren Angst machen. Bild: Oliver Berg/dpa

Warum Hunde im Moment in vielen Gebieten nicht frei laufen dürfen.

Stell dir vor, du bist ein ­kleines Rehkitz im Wald oder ein Vogel, der gerade am Boden brütet. Plötzlich kommt ein Hund angerannt – ganz schnell und neugierig! Auch wenn der Hund nur spielen will, bekommen die anderen Tiere große Angst. Manche können sich nicht schnell ­genug verstecken.

Schutz für kleine Tiere

Deshalb gibt es vom 1. April bis zum 15. Juli in den meisten Bundesländern den Leinenzwang. Das bedeutet: Hunde dürfen nicht frei laufen, sondern müssen an der Leine bleiben. Diese Zeit nennt man Brut- und Setzzeit. Es heißt Brutzeit, weil manche Vögel jetzt auf dem Boden Nester bauen und Eier legen. Das Wort Setzzeit gilt für Rehe oder Hasen, die ihre Babys bekommen. Ihre Kleinen verstecken sich im ­hohen Gras. Auch ein lieber Familienhund kann plötzlich zum Jäger werden, wenn er ein Tier entdeckt. Er meint es vielleicht nicht böse – aber für die Jungen kann das sehr ­gefährlich werden. Manchmal reicht schon die Angst, damit die Tiereltern sich nicht zurück zu ihren Jungen trauen. Die Kleinen bleiben allein und sind in großer Gefahr. Darum ist die Leine so wichtig: Sie schützt die kleinen Tiere.

Verschiedene Regeln

Die genauen Regeln für den Leinenzwang können sich unterscheiden. Sie werden von den Bundesländern oder Städten festgelegt. In Parks oder in der Stadt müssen Hunde vielerorts immer an die Leine. Im Wald oder auf Wiesen dürfen sie meist frei laufen. In Naturschutz­gebieten gilt fast immer Leinenzwang.

Von Ana Kreysing