Auf kurzem Weg

Auf kurzem Weg
Blitze sind ein spektakulärer Anblick. Foto: dpa-Bildfunk

Wie ein Blitz entsteht und wo er in der Regel einschlägt.

Wow! So ein Blitz sieht schon cool aus. Aber wie entsteht er eigentlich und wie entscheidet er, wo er einschlägt? Das läuft so ab: Eine Gewitterwolke ist voller Wassertröpfchen und Eiskristalle, die durcheinanderwirbeln. Dabei stoßen sie zusammen und reiben aneinander. Durch diese Reibung trennen sich elektrische Ladungen: Oben in der Wolke sammeln sich positive Ladungen und unten in der Wolke die negativen.

Wie ein gezackter Pfeil

Irgendwann ist der Unterschied zwischen den positiv und negativ geladenen Be­reichen in der Wolke so groß, dass sich die elektrische Spannung entlädt und – zack, ein Blitz springt über. Wie ein gezackter Pfeil rast er zur Erde. Dabei werden zunächst kleine Vorentladungen gebildet, die dem eigentlichen Hauptblitz seinen Weg weisen.

Hohe Gebilde

Aber wie sucht sich der Blitz seine Bahn zur Erde? Ist es Zufall, wo er dann ankommt? Nein. Er sucht sich immer den kürzesten und einfachsten Weg und schlägt meistens dort ein, wo er am leichtesten auf den Boden kommt. Das sind oft hohe Gebilde wie Bäume, Türme oder Häuser. Auch Berge oder Hügel werden häufiger getroffen, weil sie höher liegen als das flache Land.

In Sicherheit bringen

Stammt daher vielleicht auch das alte Sprichwort „Buchen sollst du suchen, Eichen sollst du weichen“? Eichen sind in der Regel hohe Bäume, bei Buchen gibt es auch kleinere Arten. Ein guter Rat ist das Sprichwort dennoch nicht, denn von Bäumen und hohen Bauwerken sollte man sich während eines Gewitters grundsätzlich fernhalten. Wenn möglich, bringt man sich in einem Gebäude oder im Auto in Sicherheit, dort kann einen der Blitz nicht treffen.

Von Carolin Sage