Jakobsmuschel

Jakobsmuschel
Heiliger Meeresbewohner: Die Jakobsmuschel (Bild: Fotolia)

Heiliger Meeresbewohner: Ihr Name geht auf den Beschützer der Pilger zurück, den heiligen Jakobus. Angeblich haben viele Pilger die Jakobsmuschel von ihren Wanderungen auf dem Jakobsweg in Nordspanien mitgebracht. Du kennst die Muschel aber bestimmt aus einem anderen Grund: An manchen Tankstellen prangt das Muschelsymbol.

  • Heimat: Die Jakobsmuschel lebt vor allem im Mittelmeer. Häufig wird sie aber mit einer anderen Muschelart, der Großen Kammmuschel, verwechselt. Die Große Kammmuschel lebt jedoch in viel kälteren Gewässern, nämlich im Nordatlantik, vor den Küsten von Schottland, Irland oder Frankreich.
  • Familie: Dass man die Jakobsmuschel und die Kammmuschel verwechselt, ist kein Wunder, denn die beiden sind eng verwandt und sehen ähnlich aus. Wie alle Muscheln gehören beide zu den Weichtieren, denn sie haben keine Knochen. Auch Schnecken sind Weichtiere.
  • Aussehen: Die Jakobsmuschel ist zehn bis 15 Zentimeter groß. Sie hat zwei Schalenklappen, die von einem Schließmuskel zusammengehalten und auf und zu geklappt werden können. Beide Schalen haben viereckige Rippen, sehen sonst aber unterschiedlich aus: Die untere Seite ist gewölbt und hellbraun bis weiß, die obere Seite ist flach und bräunlich bis orange.
  • Verhalten: Die Jakobsmuschel lebt auf sandigen Meeresböden. Im Gegensatz zu manchen anderen Muscheln kann sie sich aber ein Stückchen fortbewegen: Dazu klappt sie ihre Schalen ganz schnell auf und zu. Das ausströmende Wasser sorgt dann dafür, dass die Muschel einen Sprung macht.
  • Feinde: Mit diesen Sprüngen können die Jakobsmuscheln auch vor ihren Feinden, den Seesternen und Kraken, fliehen. Doch auch Menschen jagen die Muscheln, um sie zu essen. Sie gelten als Delikatesse.
  • Kinder: Die Muscheln pflanzen sich fort, in dem sie Ei- und Samenzellen ins Wasser abgeben. Wenn eine Samenzelle die Eizelle dann befruchtet hat, entwickeln sich daraus zunächst schwimmende Larven. Die sinken aber kurze Zeit später auf den Meeresboden und werden dort zu Muscheln.
  • Nahrung: Wie alle Muscheln gehört auch die Jakobsmuschel zu den sogenannten Filtrierern. Das heißt so, weil die Muschel Meereswasser durch ihren Körper pumpt. Aus dem Meereswasser filtert sie kleine Nahrungsteilchen wie Algen oder winzige Lebewesen und verdaut sie.

Von Willi und Angela Sommersberg

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