Winzling mit Superkräften

Winzling mit Superkräften
Bärtierchen sind winzige Überlebenskünstler. Foto: picture alliance/dpa

Bärtierchen können unter extremen Bedingungen überleben.

Hast du schon einmal etwas von Bärtierchen gehört? Das ist nicht etwa eine Bärenart, sondern das sind winzig kleine Lebewesen. Sie sind so klein, dass man sie nur unter dem Mikroskop sehen kann: ­gerade einmal 0,1 bis 1 Millimeter groß. Bärtierchen haben acht Beine und bewegen sich ein bisschen tapsig fort. In ihrem Aussehen erinnern sie ­etwas an kleine Bären, daher kommt ihr deutscher Name. Obwohl sie so winzig sind, ­haben sie richtige Super­kräfte! Sie sind nämlich nahezu unkaputtbar.

Nur ein bisschen Wasser

Bärtierchen können an Orten überleben, wo kein anderes Lebewesen eine Chance ­hätte. Sie überstehen extreme Hitze und Kälte, von minus 272 Grad Celsius (fast so kalt wie das Weltall!) bis zu 150 Grad ­Celsius – das ist heißer als ­kochendes Wasser! ­Bärtierchen findest du fast überall auf der Welt. Zum Überleben brauchen sie nur ein bisschen Wasser. Aber selbst, wenn das Wasser einmal fehlt, können Bärtierchen jahrelang über­leben, indem sie sich zusammenrollen und austrocknen. Sobald sie wieder Wasser ­bekommen, erwachen sie ­einfach wieder zum Leben, als wäre nichts passiert! Ganz ­unsterblich sind sie aber ­natürlich nicht – irgendwann sterben sie wie alle Lebe­wesen.

Ganz ohne Schutzanzug

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben die ­Bärtierchen sogar schon ins Weltall geschickt – ganz ohne Schutzanzug! Und was ist ­passiert? Die meisten Bär­tierchen haben das Abenteuer überlebt. Forschende unter­suchen, wie Bärtierchen diese extremen Bedingungen überstehen können. Denn das ­haben sie uns Menschen ­voraus: Ohne Schutzanzug können wir im Weltall nicht überleben. Dort ist es viel zu kalt, und es fehlt die Luft zum Atmen.

Von Leonie Dries