Mit einem Fingertipp
Ein Touchscreen funktioniert, weil dein Finger elektrischen Strom leiten kann.
Ein Smartphone oder Tablet lässt sich ganz einfach bedienen: Mit einem sanften Tippen mit dem Finger öffnest du Apps, betrachtest Bilder oder zauberst Nachrichten auf das Display. Hältst du den Finger gedrückt, kannst du Dinge verschieben oder größer und kleiner machen. Dieser Bildschirm wird Touchscreen genannt – das setzt sich aus den englischen Worten „touch“ für berühren und „screen“ für Bildschirm zusammen.
Vielleicht ist dir schon einmal aufgefallen, dass der ganze Zauber nicht funktioniert, wenn du Handschuhe trägst. Irgendwie hat also alles mit der Berührung deiner Haut zu tun. Das liegt daran, dass dein Finger elektrischen Strom leiten kann.
Leitende Streifen
Wie bei allen technischen Geräten funktioniert ein Touchscreen nur, weil darin Strom fließt. Unter dem Glas des Bildschirms sind feine leitende Streifen aus einer Metallverbindung angebracht. Die kann man nicht sehen. Drunter liegt eine Pufferschicht und dann nochmal eine dünne Platte mit leitenden Streifen. Diesmal sind sie senkrecht zu den Streifen der oberen Platte angebracht. Wenn man von oben auf die Platten blickt, würde es aussehen wie die Kästchen auf einem karierten Papier. Auf einer Platte laufen die Streifen also von oben nach unten, auf der anderen von rechts nach links.
Leichte Berührung
Auf den Streifen bewegen sich geladene Teilchen, das heißt, es fließt Strom. An den Punkten, wo sich die Linien kreuzen, sammeln sich die Teilchen, weil sie voneinander angezogen werden. Diesen Zustand merkt sich dein Handy. Berührst du jetzt das Display mit dem Finger, veränderst du die Anziehung der Teilchen. Auch das fällt deinem Handy auf und so kennt es die Position deines Fingers und weiß, wo du tippst. Ein Touchscreen funktioniert also nur, weil du mit deinem Finger die geladenen Teilchen verschieben kannst.
Von Carolin Sage




