Was sind eigentlich die Aufgaben eines Schlichters?

Wenn sich zwei Seiten nicht einigen können, kann manchmal ein Schlichter helfen. (Foto: dpa)
Wenn sich zwei Seiten nicht einigen können, kann manchmal ein Schlichter helfen. (Foto: dpa)

Sven und Kevin haben sich schon wieder in der Wolle! Die beiden Streithähne können sich einfach nicht einigen. Gibt es auf dem Schulhof oder im Fußball-Verein Stress, vermittelt manchmal ein Dritter. Oft ist dann auch von einem Streit-Schlichter die Rede.

Das Wort Schlichter hört man gerade oft in den Nachrichten. Politiker und andere wichtige Leute fordern: Wir brauchen einen Schlichter! Er soll in einem großen Streit vermitteln. Es zoffen sich: die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft der Lokführer, kurz GDL.

Die GDL fordert mehr Geld und weniger Arbeitszeit

Gewerkschaften setzen sich zum Beispiel für die Rechte von Mitarbeitern einer Firma ein. Die GDL fordert etwa mehr Geld und weniger Arbeitszeit für Mitarbeiter der Bahn. Bei dem Streit geht es aber um noch viel mehr. Die beiden Seiten können sich nicht einigen.

Doch wer soll da nun helfen – und wie findet man überhaupt einen Schlichter?

„Schlichter kann eigentlich jeder werden“, sagt Experte Martin Dreßler. „Voraussetzung ist nur, dass beide Seiten mit ihm einverstanden sind.“

Leute, die ein hgutesAnsehen genießen, werden oft Schlichter

Oft sind es in so einem Fall Leute, die sich gut mit dem Thema auskennen und gutes Ansehen genießen. „Das sind zum Beispiel Leute, die mal ein wichtiges Amt hatten“, sagt der Experte.

Und wie läuft so eine Schlichtung ab? „Der Schlichter hört sich beide Seiten genau an.“ Am Ende gibt es dann oft einen sogenannten Schlichter-Spruch. Das heißt, der Schlichter macht einen Lösungs-Vorschlag. Wenn alles gut geht, sind beide Seiten einverstanden – und der Zoff ist vorbei.

Von dpa

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