Warum ziehen Menschen für brutale Gruppen in den Krieg?

Manche Dschihadisten brechen irgendwann ins Ausland auf. Dort kämpfen sie für brutale Gruppen. (Foto: dpa)
Manche Dschihadisten brechen irgendwann ins Ausland auf. Dort kämpfen sie für brutale Gruppen. (Foto: dpa)

Wo Krieg herrscht, will niemand sein. Es gibt aber junge Leute in Deutschland, die in Länder wie Syrien reisen, um mitzukämpfen.

Diese Menschen werden von vielen Dschihadisten genannt. Das Wort bezeichnet Menschen, die mit Gewalt dafür sorgen will, dass seine Religion Islam sich ausbreitet. Er will, dass alle Menschen den Glauben nach sehr strengen Regeln leben. Dafür bekämpft der Dschihadist auch Leute, die einen anderen Glauben haben.

Verschiedene Gründe

In Deutschland und anderen Ländern beschäftigen sich viele Experten mit der Frage, warum junge Leute zu Dschihadisten werden. „Dafür gibt es verschiedene Gründe“, sagt ein Fachmann. „Die Jugendlichen finden zum Beispiel, dass sie für eine gute Sache kämpfen: die Ausbreitung des Islam.“

„Manche Jugendliche fühlen sich als Dschihadist auch besonders stark“, erklärt der Fachmann. Sie haben etwa schlechte Noten in der Schule oder müssen mit wenig Geld auskommen. Zudem glauben sie, dass ihnen keine gute Zukunft bevorsteht.

Besonders solche Jugendliche sind oft das Ziel von Anwerbern. So bezeichnet man Leute, die versuchen, Jugendliche als Kämpfer zu gewinnen. Die Anwerber sprechen viel mit den jungen Leuten. Die Jugendlichen sind dann plötzlich unter Menschen, die ihnen das Gefühl geben: Du bist wichtig für uns!

Wie kann man verhindern, dass solche Kämpfer ausreisen?

Irgendwann entscheiden sich manche Dschihadisten, ins Ausland aufzubrechen. Dort kämpfen sie für brutale Gruppen – eine bekannte heißt „Islamischer Staat“. Am Mittwoch sprachen Politiker darüber, wie man verhindern kann, dass solche Kämpfer überhaupt ausreisen.

Doch es passiert auch, dass manche Jugendliche irgendwann nicht mehr mitmachen wollen. Sie wollen nicht mehr Dschihadist sein. In Deutschland gibt es dafür extra Hilfsstellen. An diese können sich die Jugendlichen oder besorgte Freunde und Familien wenden. Fachleute versuchen dann zu helfen.

Von dpa