Hochsicherheitslabor in Berlin eröffnet

Bevor in dem Labor richtig gearbeitet wird, machen Fachleute erst mal viele Technik-Tests. (Foto: dpa)
Bevor in dem Labor richtig gearbeitet wird, machen Fachleute erst mal viele Technik-Tests. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in Berlin ein neues Hochsicherheitslabo besichtigt. Das Labor ist noch nicht in Betrieb. Bevor es eröffnet wird, muss die gesamte Technik geprüft werden. Denn auf keinen Fall dürfen Viren, mit denen hier gearbeitet wird, aus dem Labor gelangen.

Schüttelt die Bundeskanzlerin einem Raumfahrer die Hand? Jedenfalls sieht der Mann in seinem Spezialanzug ein bisschen so aus wie ein Astronaut. In Wirklichkeit gehört er aber zu einem neuen Labor, in dem Wissenschaftler in Zukunft mit gefährlichen Viren arbeiten sollen.

 Die Bundeskanzlerin schaute im neuen Labor vorbei. (Foto: dpa)

Die Bundeskanzlerin schaute im neuen Labor vorbei. (Foto: dpa)

Der Mann zeigte, welche Schutzanzüge man dort tragen wird. Das Labor ist ganz neu. Am Dienstag konnten es sich einige Leute in der Stadt Berlin anschauen. Eine von ihnen war Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie trug aber keinen besonderen Schutzanzug, denn noch ist das Hochsicherheits-Labor nicht in Betrieb. In den nächsten Monaten testen Fachleute erst mal, ob die Technik tipptopp funktioniert. Die Tests sind wichtig. Denn die Viren sind so gefährlich, dass Menschen an ihnen sterben können.

Ganz viele Sicherheitsregeln

„Die Viren dürfen später auf keinen Fall aus dem Labor gelangen. Zudem sollen die Mitarbeiter dort sicher mit den Erregern arbeiten können“, erklärt eine Expertin. Deshalb gibt es für das Labor viele Sicherheits-Regeln. Zum Beispiel darf nicht einfach jeder in das Labor hineinlaufen. Nur bestimmte Mitarbeiter haben Zutritt. Bevor diese etwa bei den Arbeitsgeräten ankommen, müssen sie erst mal durch mehrere Schleusen. Eine Türe öffnet sich dort nach der anderen.

Die Mitarbeiter müssen außerdem besondere Schutzanzüge tragen. Diese werden an blaue Schläuche angeschlossen, die von der Decke baumeln. Durch die Schläuche fließt Luft. Schließlich sollen die Mitarbeiter keine Luft einatmen, in denen vielleicht Erreger sind. Die verbrauchte Luft wird später auch nicht einfach aus dem Labor herausgepustet, sondern gefiltert. „Dafür gibt es ein Stockwerk mit Filtern, mit denen die Luft gereinigt wird“, sagt die Fachfrau.

Mitarbeiter sollen unbesorgt forschen

Das alles ist wichtig, damit die Mitarbeiter unbesorgt forschen können. Sie wollen in dem Labor zum Beispiel an Mitteln forschen, die kranken Menschen bei ihrer Behandlung helfen könnten.

Von dpa