Piratenwissen zum Start von „Käpt’n Säbelzahn“

Pinky (Vinjar Pettersen) ist ein Waisenjunge. Mit seiner besten Freundin Ravn als Schiffsjunge auf Säbelzahns „Dark Lady“ anheuern. (Foto: dpa)
Pinky (Vinjar Pettersen) ist ein Waisenjunge. Mit seiner besten Freundin Ravn als Schiffsjunge auf Säbelzahns „Dark Lady“ anheuern. (Foto: dpa)

Sie heißen Captain Jack Sparrow, Kapitän Efraim Langstrumpf oder John Silver. Über Piraten gibt es viele Geschichten. Mit „Käpt’n Säbelzahn“ segelt nun ein Neuer über die Leinwände.

Gab es Piraten wirklich?

Ja. Piraten gibt es, seit Menschen zur See fahren – also seit ungefähr 3000 Jahren. Das ist aber keinesfalls so romantisch, wie es im Film aussieht. Piraten sind Kriminielle. Gewalttaten, die auf See stattfinden, nennt man Piraterie.  Dazu zählt etwa Schiffe zu überfallen, Ware an Bord zu stehlen oder die Besatzung gefangen zu nehmen. Die Piraten tun das, um reich zu werden. Früher wurden viele Waren mit dem Schiff befördert. Übrigens waren auch  Wikinger eine Art Piraten – sie fuhren mit ihren kleinen Schiffen über Flüsse ins Inland und raubten dort Städte und Klöster aus.

Wann war die Blütezeit?

Die meisten Piraten gab es zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert. Damals hatten die Europäer gerade Amerika  besiedelt und brachten viele Waren nach Europa. Auch mit Indien wurde viel gehandelt. Die Piraten verfolgten die Handelsschiffe und versuchten, sie zu übernehmen. Obwohl die Piraten Kanonen hatten, schossen sie nur selten – sie wollten die Ware nicht beschädigen.

Gibt es heute noch Piraten?

Ja. Im Jahr 2014 gab es 245 Piraten-Überfälle. Besonders gefährlich ist es vor den Küsten der afrikanischen Länder Somalia (Ost-Küste) und Nigeria (West-Küste) und rund um den Inselstaat Indonesien. Die Piraten von heute interessieren sich nicht so sehr für die Ware. Sie hoffen, auf dem Schiff viel Geld zu finden oder für die Freilassung der Besatzung Lösegeld zu bekommen.

Papagei, Haken, Schatzkarte

Die erste berühmte Piraten-Geschichte war „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson. Seit seinem Roman denken viele Leute bei Piraten an Papageien, Haken und Schatzkarten. Tatsächlich brachten viele Piraten einen Papagei aus  exotischen Ländern mit. Vielen Piraten fehlte auch ein Arm oder ein Bein, denn die Arbeit auf dem Schiff und die Kämpfe waren gefährlich.  Die Piraten ersetzten ihre fehlenden Gliedmaßen oft durch Haken. Die Sache mit der Schatzkarte hat der Schriftsteller aber erfunden.

Kyrre Haugen Sydness spielt Käpt’n Säbelzahn. (Foto: Verleih)

Kyrre Haugen Sydness spielt Käpt’n Säbelzahn. (Foto: Verleih)

Käpt’n Säbelzahn und der Schatz von Lama Rama

Der elfjährige Pinky träumt  davon, zur Mannschaft von  Käpt’n Säbelzahn zu gehören. Als Säbelzahn auf der Suche nach dem Schatz von Lama Rama ist, wird sein Schiff von anderen Piraten entführt. Pinky und seine Freundin Ravn geraten mitten hinein. Richtig abenteuerlich wird es dann auf der Schatzinsel Lama Rama.  Können Pinky und Ravn dem Käpt’n helfen und den Schatz retten? Die Säbelzahn-Geschichte ist in Norwegen sehr bekannt, dort wurde auch der Film gedreht und war  super erfolgreich. Von Donnerstag, den 7. Mai, an läuft er  im  Kino.
Von Angela Sommersberg

Hier läuft der Film in Köln und Umgebung

Köln

Cinedom, Im Mediapark 1, 50670 Köln: Donnerstag, 07.05., bis Mittwoch, 13.05., um 14:45 und 17:15 Uhr, dazu noch Samstag, 09.05., und Sonntag, 10.05., um 12:15 Uhr

Hürth

UCI Hürth Park, Theresienhöhe 1, 50254 Hürth: Donnerstag, 07.05., bis Mittwoch, 13.05., 14:30 und 17:00 Uhr, dazu noch Samstag, 09.05., und Sonntag, 10.05., um 11:30 Uhr

Leverkusen

Kinopolis, Friedrich-Ebert-Platz 3, 51373 Leverkusen: Donnerstag, 07.05., bis Mittwoch, 13.05., 15:00 und 17:45 Uhr, dazu noch Samstag, 09.05., und Sonntag, 10.05., um 12:30 Uhr

Hier kannst du schon einmal in den Film hineingucken