Warum reden alle über Guam?

Warum reden alle über Guam?
Weißer Sandstrand, blaues Wasser: Die Insel Guam ist zum Teil ein Urlaubsparadies. (Foto: kyodo/dpa)

Guam ist eine besondere Insel. Touristen machen hier Urlaub, aber auch Kampfjets landen hier. Jetzt hat Nordkorea gedroht, die Insel anzugreifen. Warum?

Wo liegt Guam?

Guam ist 544 Quadratkilometer groß – also ungefähr halb so groß wie die deutsche Hauptstadt Berlin. Es ist ein Außengebiet der USA. Das bedeutet: Die Insel liegt nicht in der direkten Nähe des nordamerikanischen Kontinents. Aber sie gehört offiziell trotzdem zu den USA. Guam liegt in der Nähe der Länder Philippinen und Japan.

Wer lebt auf Guam?

Rund 160.000 Menschen leben auf Guam. Sie gelten offiziell als Bürger der USA – dürfen aber nicht alles, was Bürger auf dem Festland dürfen. So dürfen sie zum Beispiel nicht mitbestimmen, wer der nächste Präsident wird. Sie dürfen lediglich an den Vorwahlen teilnehmen.

Ein wichtiger Arbeitgeber auf der kleinen Insel ist das Militär. Im Jahr 2014 waren 6000 Soldaten auf der Insel stationiert.

Warum ist Guam amerikanische Militärstützpunkt?

Auf der Insel Guam starten und landen amerikanische Kampf-Flieger. ( Foto: Airman 1st Class Christopher Qua/U.S. Air Force/AP/dpa)

Guam gehört seit 1898 zu den USA. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Insel für drei Jahre von den Japanern besetzt, später aber von den USA zurückerobert. Die USA bauten Guam zu einer Militärbasis aus.  Auf einem Drittel der Insel starten und landen Jets der US-Regierung. Dort ist außerdem ein Raketenabwehrsystem aufgebaut worden, dass die USA vor Raketen aus Nordkorea schützen soll.

Warum gerade Guam als Militärstützpunkt nützlich ist? Weil die Insel strategisch sehr gut liegt: Von hier aus können die USA mit ihren Flugzeugen gut ehemalige Feinde wie Japan sowie jüngere Gegner wie Nordkorea erreichen, einschüchtern und im Notfall bombadieren.

Von ann (mit dpa)

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