Importierte Erdbeeren schaden der Umwelt

Sie schmecken wässrig, sind mit Pestiziden belasten und schaden der Umwelt: importierte Erdbeeren. .(Foto: dpa)
Sie schmecken wässrig, sind mit Pestiziden belasten und schaden der Umwelt: importierte Erdbeeren. .(Foto: dpa)

Sie sind süß, sie sind gesund und sie wecken Sommergefühle: Erdbeeren. In vielen Supermärkten warten sie ganz verführerisch in kleinen Schalen auf uns. Dabei ist in Deutschland noch gar keine Erdbeerzeit! Wir erklären dir, wie sie es trotzdem in die Regale schaffen – und welche Folgen das für unsere Umwelt hat.

Was macht die Erdbeere aus?

Erdbeeren sind eigentlich keine Beere, sondern eine sogenannte Sammelnussfrucht – wegen der kleinen Pünktchen. (Foto: dpa)

Erst einmal ein bisschen Angeberwissen für dich: Wusstest du, dass die gelb-braunen Punkte auf der Erdbeere kleine Nüsse sind? Deswegen ist sie aus pflanzlicher Sicht eigentlich keine Beere, sondern eine „Sammelnussfrucht“.

Erdbeeren sind gesund: Sie enthalten viel Vitamin C, sogenannte Mineralstoffe und Spurenelemente. All diese Stoffe braucht unser Körper. In Europa gab es schon in der Steinzeit Erdbeeren. Damals wuchsen sie nur wild, heute bauen wir sie auch gezielt an.

Woher kommen unsere Erdbeeren gerade?

Eigentlich beginnt die Saison für die kleinen roten Früchte in Deutschland meist im Mai. Und trotzdem können wir sie jetzt schon kaufen, ob im Supermarkt oder auf dem Markt. Das liegt daran, dass deutsche Händler Erdbeeren im Ausland kaufen und nach Deutschland bringen (das nennt man „importieren“). In anderen Ländern wachsen sie nämlich schon früher. Jährlich werden um die 100 000 Tonnen der Frucht importiert. Die meisten kommen dabei aus Spanien. Auch die Niederlande, Italien, Ägypten, Belgien oder Marokko liefern größere Mengen.

Welche Auswirkungen hat das auf die Umwelt?

Die Erdbeeren, die wir nach Deutschland importieren, werden weite Strecken in Lkw und Flugzeugen transportiert. Dabei entstehen viele Abgase und unter anderem Kohlenstoffdioxid (auch CO2 genannt). Wissenschaftler haben aber herausgefunden, dass zu viel CO2 zu einer Erwärmung des Klimas führt. Das hätte viele negative Folgen für die Natur – und damit auch für uns Menschen.

Erdbeeren brauchen außerdem viel Wasser, um zu wachsen. Gerade in den südlichen Ländern regnet es aber nicht viel. In Spanien wurde vergangenes Jahr das Wasser so knapp, dass sogar schon über eine Rationierung nachgedacht wurde. Das bedeutet: Es würde festgelegt, wer wie viel Wasser nutzen darf. Die Landwirtschaft – und damit auch Erdbeeren – verbrauchen in Spanien große Mengen an Wasser.

Welche Erdbeeren sind besser?

Hier arbeitet ein Bio-Bauer auf seinem Feld. Die Erdbeeren wachsen ohne Chemie. (Foto: dpa)

Wenn du auf die Umwelt Rücksicht nehmen möchtest, solltest du mit dem Erdbeer-Naschen abwarten, bis sie auch in Deutschland geerntet werden. Das dauert ja nicht mehr so lange! Die Produkte aus der Region werden kürzere Strecken gefahren, der Transport ist also klimafreundlicher. Außerdem haben wir in Deutschland keinen Wassermangel, wie es in den südlichen Ländern der Fall ist.

Und hast du schon mal die frühen Erdbeeren im März und April probiert? Sie schmecken durch die Art, wie sie gezüchtet werden, ohnehin meist etwas wässrig. Besonders gut sind heimische Erzeugnisse aus dem Bio-Regal. Sie werden auch nicht mit Pestiziden behandelt. Diese Gifte findet man auf den meisten anderen Erdbeeren.

Von Eliana Berger

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