Ein grüner Pfeil für Radfahrer

Ein grüner Pfeil für Radfahrer
Ein sogenannter grüner Pfeil, der es Fahrradfahrern erlaubt rechts abzubiegen, wenn die Ampel rot ist. Foto: Christophe Gateau/dpa

Wir erklären dir, worauf du bei dem neuen Verkehrsschild achten musst

Im vergangenen Jahr ist er 40 Jahre alt geworden. Jetzt gibt es eine Veränderung am Grünpfeil, die auch dich im Straßenverkehr betreffen kann. Was der Grünpfeil ist? Das erklären wir dir hier.

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Wozu ist der Grünpfeil da?

Wenn die Ampel für Autofahrer rot zeigt, müssen sie wie du als Fußgänger oder Radfahrer stehenbleiben und warten. Ist aber an der Ampel ein Schild mit einem grünen Pfeil angebracht, der nach rechts zeigt, dann dürfen die Autofahrer abbiegen – obwohl die Ampel rot leuchtet. Kurz anhalten müssen die Autofahrer an der Linie aber trotzdem. Nur so können sie sichergehen, dass sie gefahrlos abbiegen können.

Was ist die Neuerung?

In einigen Städten will die Bundesanstalt für Straßenwesen testen, ob der Grünpfeil auch für Fahrradfahrer Sinn macht. Neben Köln sind zum Beispiel Düsseldorf und Münster bei dem Test dabei. Das Schild soll nur Radfahrern erlauben, auf die Straße oder den Radweg abzubiegen, während die Autos warten müssen. Das soll Wartezeit verkürzen und den Verkehr entzerren. Bisher richten sich die Ampelphasen nach den Autos. Fahrradfahrer müssen bei Wind und Wetter oft lange warten.

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Wie läuft der Test ab?

An bestimmten Knotenpunkten wurden Verkehrszeichen angebracht, die unter dem grünen Pfeil das Wort „nur“ und dann das Bild eines Fahrrads zeigen. Je nachdem wie das Ergebnis ausfällt, könnte der grüne Pfeil für Radfahrer ab 2020 bundesweit eingeführt werden. In Köln gab es den grünen Pfeil bislang schon an sechs Fahrradampeln. An drei neuen Straßenecken wurden die neuen Test-Schilder jetzt angebracht: Am Höninger Weg/ Kalscheurer Weg in Zollstock, an der Venloer Straße/Spichernstraße in der Innenstadt und an der Subbelrather Straße/Leyendeckerstraße.

Unfallforscher finden, dass der Grünpfeil für den Verkehr nicht so viele Vorteile hat. Er könnte Fußgänger und Radfahrer gefährden. Einige sehen das aber anders. In Nachbarländern zum Beispiel gibt es durch den Grünpfeil sogar weniger Unfälle als vorher.

Gibt es weitere Regeln?

Oft gelten für Radfahrer ähnliche Regeln wie für Autos. Durch eine Einbahnstraße darfst du zum Beispiel mit deinem Rad nicht in Gegenrichtung fahren – es sei denn, das ist ausgeschildert. Wichtig ist auch: Gibt es einen Radfahrweg, kostet es 20 Euro Bußgeld, wenn du auf der Straße fährst.

Bis zu deinem 8. Lebensjahr musst du zum Radfahren sogar den Gehweg benutzen, bis zum vollendeten 10. Lebensjahr steht dir diese Entscheidung frei. Zum Überqueren der Straße musst du dann aber absteigen und das Rad schieben. Und: Wusstest du, dass du auf dem Fahrrad weder telefonieren noch Kopfhörer tragen darfst? Was nach vielen Verboten und Regeln klingt, soll für deine Sicherheit auf dem Fahrrad und auch für die der anderen Verkehrsteilnehmer sorgen.

Von Elisa Sobkowiak