Der haarlose Herr Kahl

Der haarlose Herr Kahl
Hatte jemand eine Glatze, so wurde er Kahl genannt. Foto: dpa

Woher kommen unsere Nachnamen?

Heißt du mit Nachnamen Müller, Schmidt, Schneider oder Fischer? Dann herzlichen Glückwunsch! Dein Name gehört zu den häufigsten Nachnamen in Deutschland. Aber woher kommen unsere Nachnamen eigentlich?

Entstehung im Mittelalter

Insgesamt gibt es in Deutschland über 800.000 verschiedene Familiennamen und sie haben alle verschiedene Ursprünge. Entstanden sind sie vor allem im Mittelalter, um die Menschen besser unterscheiden zu können. Sie leiten sich zum Beispiel ab von Berufen wie Müller, Schmied oder Fischer. Sie können aber auch von Wohnorten kommen, wie Berliner oder Frankfurter.

Der Nachname kann sich von Eigenschaften ableiten wie klein, groß oder stark. Oder er kann auch von den Vornamen der Eltern kommen, wie Peters (also der Sohn von Peter) oder Hansen (der Sohn von Hans). Damals war es üblich, Menschen nach solchen Merkmalen zu benennen.

Über Generationen verändert

Hatte jemand eine Glatze, so wurde er Kahl genannt. Und diese Namen wurden dann über Generationen weiter­gegeben. Aber nicht alle Namen passen in dieses Schema. Denn Nachnamen können sich im Laufe der Generationen auch verändern. Manchmal haben sich die Namen durch Dialekte verändert oder kommen aus dem Ausland. Neue Nachnamen entstehen in Deutschland so gut wie gar nicht mehr. Deswegen schaffen es auch moderne Berufe wie beispielsweise Programmierer nicht ins deutsche Namensregister.

Von Lena Büter