Schmerzende Muskeln

Schmerzende Muskeln
Nach dem Sport kann Muskelkater auftreten, besonders bei neuen und intensiven Übungen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Warum man nach dem Sport manchmal Muskelkater bekommt.

Kennst du das: Du hast eine neue Sportart ausprobiert und einen Tag später schmerzen deine Beine? Diese Schmerzen nennt man Muskelkater und sie signalisieren dir, dass sich in deinem Körper Muskeln aufbauen. Dieser Muskelaufbau ist zwar gut, aber machst du eine Bewegung zum ersten Mal, solltest du mit dem Training nicht übertreiben. Bis Muskeln wachsen und stark werden, kann es nämlich sein, dass sie bei übermäßiger Be­anspruchung zunächst ziemlich weh tun.

Wie kannst Du ihn vermeiden?

Woran das liegt? Durch un­gewohnte, intensive oder lange Bewegungsphasen können in den Muskeln mikroskopisch kleine Verletzungen und Entzündungen entstehen. Auch wenn du sie nicht siehst, spüren kannst du sie deutlich. Vor Muskelkater ist übrigens keine Spitzensportlerin und kein Freizeitsportler sicher. Jede und jeden kann es erwischen!

Aber was tun, wenn du Muskelkater vermeiden willst? Fachleute empfehlen, mit neuen Bewegungsmustern ganz langsam zu beginnen. Beispiel: Nicht gleich eine anspruchsvolle Bergtour machen, sondern erst mal mit Nordic Walking in der Ebene einsteigen und danach Treppenlaufen ins Training einbauen. Sich vorher kurz zu dehnen, kann ebenfalls helfen. Wenn dich trotzdem mal ein Muskelkater erwischt, kannst du mit leichten Massagen gegensteuern. Auch ein warmes Bad und das Einreiben der betroffenen Stelle mit ätherischen Ölen können helfen.

Woher der Name kommt

Bleibt jetzt nur noch die Frage, warum diese ziehenden Schmerzen Muskelkater heißen. Tatsächlich hat der Begriff nichts mit dem Tier zu tun, sondern kommt von dem griechischen Wort Katarrh. Das beschreibt eine Entzündung der Schleimhäute. In diesem Sinne heißt Muskelkater übersetzt sozu­sagen Muskelentzündung.

Von Tanja Liebmann-Décombe