Coole Menschen nachmachen
Vorbilder zu haben, kann helfen, Dinge besser zu machen. Egal, ob ein Vorbild aus der eigenen Familie kommt oder auf der ganzen Welt bekannt ist. Warum das so ist, erklärt ein Experte.
Was haben die Sängerin Billie Eilish und der Fußballer Kylian Mbappé gemeinsam? Auf der ganzen Welt wären Menschen gern so wie sie. Sie sind Vorbilder, und andere eifern ihnen nach. Ein Wissenschaftler erklärt, was es damit auf sich hat.
„Ein Vorbild kann etwas, das man auch gerne können möchte“, sagt der Psychologe Moritz Daum. „Es ist jemand, der mich motiviert, besser zu werden.“ Denn ein Vorbild zeige einem, dass ein Ziel nicht unerreichbar ist. Indem man nachmacht, was das Vorbild vorlebt, wird man besser. Vielleicht findest du zum Beispiel besonders toll, wie dein Lieblingsfußballer seine Gegner ausdribbelt. Dann gehst du extra auf den Platz und übst, um so gut zu werden wie er.
Vorbilder kommen aus verschiedenen Bereichen. Oft hätten sie mit den eigenen Hobbys und Interessen zu tun, sagt Moritz Daum. Wer selbst Musik macht, hat vielleicht einen Gitarristen oder eine Schlagzeugerin als Vorbild.
Menschen oder Eigenschaften als Vorbild
Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, erklärt der Experte. Man könne einerseits in einem ganzen Menschen ein Vorbild sehen. Zum Beispiel: „Ich möchte sein wie Cristiano Ronaldo! Ich möchte so gut Fußball spielen wie er, ich möchte seine Frisur haben, ich möchte sein Auto haben.“ Andererseits könne man sich auch bestimmte Fähigkeiten oder Eigenschaften von jemandem zum Vorbild nehmen: „Er ist ein bisschen arrogant, das finde ich nicht so gut. Aber der kann saugut Fußball spielen.“
Viele Leute finden ihre Vorbilder durch das Internet oder Fernsehen. „Sich Vorbilder zu suchen, die auf der anderen Seite des Planeten leben, ist dadurch sehr viel einfacher als früher“, findet Moritz Daum. Trotzdem sind aber nicht immer nur berühmte Menschen Vorbilder. Im eigenen Umfeld beeindrucken uns auch Leute: Eltern zum Beispiel, große Geschwister oder der Trainer aus dem Sportverein.
Zu den Fans dazugehören
„Auch ein anderes Kind kann ein Vorbild sein“, sagt der Fachmann. Vielleicht gefällt einem der Kleidungsstil eines Mitschülers besonders gut. Oder man findet eine Schülerin aus einer höheren Klasse richtig cool und möchte ihr nacheifern. „Es können auch Eigenschaften bei jemandem sein, zum Beispiel, dass die Person immer freundlich ist und sich nicht aus der Ruhe bringen lässt.“
Noch etwas hat einen Einfluss, sagt Moritz Daum: „Sich Vorbilder zu nehmen, kann auch ein Mittel sein, um dazuzugehören.“ Wenn alle in der Klasse Taylor Swift super finden, wird man selbst vielleicht automatisch auch zum Fan. Da macht es nicht mal was, wenn man die Musik nur so mittel findet.
Von Katharina Köhler (dpa)





