Die Geschichte vom Super-Mops

Die Geschichte vom Super-Mops
Der in Stein gehauene Hund des Herzogs Karl Alexander ist ein Star in seiner Heimat Winnenden. Warum erfährst du hier. (Foto: dpa)

Dieser Mops soll ein echter Superheld gewesen sein! Er lebte schon vor 300 Jahren und ist heute noch bekannt.

1100 Kilometer auf Mops-Beinen?

Seine Superhelden-Geschichte geht so: Der Hund lief ganz alleine aus dem Land Serbien bis nach Deutschland in einen Ort im Bundesland Baden-Württemberg. Das sind 1100 Kilometer – eine wirklich übermopsliche Leistung!

Sein Herrchen war in Belgrad im Krieg. Dort soll er den Mops verloren haben. Der Geschichte nach lief der Mops die Strecke nach Hause in elf Tagen. Ohne Pause würde man mit dem Auto mehr als elf Stunden fahren.

Doch dass der Mops auf seinen kurzen Beinen so einen langen Weg gelaufen ist, ist sehr unwahrscheinlich. Es gebe nicht einmal einen Beweis dafür, dass der Hund in Belgrad war, sagt ein Historiker. Die Geschichte ist wohl nur erfunden.

Herrchen stellt Denkmal auf

Trotzdem sind in der Stadt Winnenden alle ganz verrückt nach dem Mops. Das liegt auch daran, dass der Besitzer des Mopses, Herzog Karl Alexander von Württemberg, reich und adlig war – und seinem Lieblingstier ein Denkmal errichten ließ: Jetzt steht ein in Stein gehauener Mops, mit Lorbeerkranz um den Hals, im Schloss Winnental. Eine längere Inschrift würdigt das Tier als geduldig und ungemein treu. „Anno 1733“ steht drunter. Aufgestellt wurde die Würdigung laut Inschrift zum Tod des gelobten Mopses.

Die Geschichte ist in der Region sehr bekannt. Im Mai gibt es deshalb sogar ein großes Fest zu Ehren der Geschichte – und des treuen Mopses.

Von dpa, ann