Wer ist Malala Yousafzai?

Malala setzt sich für Bildung ein. Ein Film über ihr Leben und ihren Kampf für Bildung ist gerade im Kino zu sehen. (Foto: dpa)
Malala setzt sich für Bildung ein. Ein Film über ihr Leben und ihren Kampf für Bildung ist gerade im Kino zu sehen. (Foto: dpa)

Ziauddin Yousafzai war mächtig stolz auf seine Tochter Malala. Bei der Abschlussprüfung ihrer Schule in England hat Malala sechs Mal die Note A bekommen. In England ist die Note A so wie die Note 1 in Deutschland. Malala hat also sechs Mal die Bestnote bekommen.

Schlimmer Angriff

Malala kommt aber eigentlich gar nicht aus England. Geboren ist sie im Swat-Tal im Land Pakistan.  Dort ist ihr aber etwas Schlimmes passiert. Am 9. Oktober 2012 war Malala mit zwei Freundinnen mit dem Bus auf dem Weg von der Schule nach Hause. Dann haben Kämpfer der  Terrororganisation Taliban den Bus angehalten und gestürmt. Einer der Kämpfer hat Malala mit einer Pistole ins Gesicht geschossen. Malala erlitt sehr schwere Verletzungen. Wochenlang lag sie im Koma, doch  sie hat trotzdem überlebt.

Verbote der Taliban

Im Jahr 2009 haben die Taliban die Kontrolle über das Swat-Tal übernommen. Die Taliban unterdrücken Frauen. Sie erlauben es Frauen zum Beispiel nicht, ohne Schleier auf die Straße zu gehen.  Außerdem wollen sie nicht, dass Mädchen zur Schule gehen.

Recht auf Schulbildung

66 Millionen Mädchen können weltweit nicht in die Schule gehen. Auch davon erzählt der Film „Malala - Ihr Recht auf Bildung". (Foto: dpa)

66 Millionen Mädchen können weltweit nicht in die Schule gehen. Auch davon erzählt der Film „Malala – Ihr Recht auf Bildung“. (Foto: dpa)

Das hat Malala besonders gestört. Für sie ist Schulbildung nämlich ein sehr wichtiges Thema. 66 Millionen Mädchen können weltweit nicht zur Schule gehen. Malala findet aber, dass jedes Mädchen ein Recht auf Schulbildung hat. Deswegen setzt sie sich dafür ein.
Als die Taliban die Macht in ihrer Heimat übernommen haben, begann Malala damit, für den britischen Sender BBC einen Blog zu schreiben. Ein Blog ist eine extra eingerichtete Internetseite, auf der ein Autor seine Meinung zu einem bestimmten Thema aufschreiben kann. Malala hat auf ihrem Blog geschrieben, warum für sie Schulbildung so wichtig ist. Als Malala ihren Blog startete, war sie erst elf Jahre alt.

Falscher Name

Um sich zu schützen, schrieb Malala unter falschem Namen. Auf ihrem Blog nannte sie sich Gul Makai. Es ist nämlich sehr gefährlich, kritisch über die Taliban zu schreiben. Der Blog wurde später eingestellt. Malala hat aber weiter mit der Presse über ihre Anliegen gesprochen. Dann kam heraus, dass Malala sich hinter dem Namen Gul Makai versteckte. Den Taliban gefiel gar nicht, dass Malala sich gegen sie einsetzte. Deswegen beschlossen sie, das Mädchen zu töten.

In England aufgewacht

Der Angriff hat Malalas Leben verändert. Als die damals 15-Jährige aus dem Koma erwacht ist, war sie nicht mehr in Pakistan, sondern in Birmingham in England, wo sie nach der Attacke ins Krankenhaus gebracht wurde. Nach Pakistan konnte sie nicht mehr zurück. Das wäre viel zu gefährlich gewesen. Durch das schreckliche Ereignis ist die Welt auf Malala aufmerksam geworden. Das Mädchen ließ sich durch die Tat nicht von ihrem Weg abbringen. Sie setzt sich nun noch stärker für ihre Überzeugungen ein. Sie sprach sich für die Rechte von Kindern  auf der ganzen Welt aus, zum Beispiel für ihr Recht, zur Schule zu gehen. Deshalb hat sie  sogar damit begonnen, für ihr Anliegen die Welt zu bereisen.

Friedensnobelpreis

Im Dezember 2014 wurde Malala für ihr Engagement der Friedensnobelpreis verliehen. Damals war sie 17 Jahre alt und damit der jüngste Mensch, der diese hohe Auszeichnung jemals bekommen hat.
Im Juli hat Malala ihren 18. Geburtstag gefeiert. Sie wohnt weiter in Birmingham. Später möchte sie mal Ärztin werden.

Von Lukas Thiele

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Der Film

Malala – Ihr Recht auf Bildung“ kommt am 22. Oktober in die Kinos. Er erzählt von Malalas Leben und von ihrem Mut. Zwischendurch sieht man in dem FIlm auch Zeichentrick. Wer allein ins Kino gehen gehen möchte, muss mindestens zwölf Jahre alt sein.

Malala – Ihr Recht auf Bildung, USA 2015, Laufzeit: 87 Min., FSK 12, Regie: Davis Guggenheim

Hier könnt ihr den Film in Köln und Umgebung sehen

Köln, Odeon, Severinstraße 81: Donnerstag, 22.10., bis Dienstag, 27.10., 16 Uhr und 18.45 Uhr;  Sonntag, 18.45 Uhr (OmU);  Mittwoch, 28.10., nur 16 Uhr

Köln, Weißhaus, Luxemburger Straße 253: Donnerstag, 22.10., bis Mittwoch, 28.10., 18 und 20 Uhr (OmU)

Bonn, Rex, Frongasse 9: Donnerstag, 22.10., bis Samstag, 24.10., 15 Uhr und 18.45 Uhr, Sonntag, 25.10. 13.30 Uhr und 19 Uhr , Montag, 26.10., 18.45 Uhr (OmU), Dienstag, 27.10., 18.45 Uhr, MIttwoch, 28.10., 14.45 Uhr

Hier könnt ihr einal in den Film hineingucken

Dieser Trailer ist freigegeben ab 6 Jahre