Warum feiern wir im November den Weltkindertag?
Am 20. November ist Weltkindertag. Du wunderst dich vielleicht: Den haben wir in Köln doch schon im September gefeiert? Stimmt. Aber die Vereinten Nationen feiern ihn erst im November. Vor 26 Jahren haben Politiker aus vielen Ländern nämlich beschlossen, die Rechte von Kindern in der Kinderrechtskonvention festzuhalten. Denn Kinder auf der ganzen Welt haben nicht nur Pflichten wie Zimmeraufräumen oder Hausaufgabenmachen. Ihr habt auch eigene Rechte wie das Recht auf Gesundheit, Bildung und eine gewaltfreie Erziehung.
Was ist die Kinderrechtskonvention?
Das ist ein Vertrag der Vereinten Nationen, den fast alle Staaten der Erde am 20. November 1989 abgeschlossen haben. Die Vereinten Nationen oder UN sind eine Organisation von 193 Staaten. Die beteiligten Staaten haben damals festgelegt, dass in ihren Ländern die Kinderrechte anerkannt werden und dass niemand dagegen verstoßen darf. Die Kinderrechtskonvention ist deshalb wie ein weltweites Grundgesetz für Kinder. In Deutschland gilt sie seit dem 5. April 1992.
Warum feiern wir den Weltkindertag?
Die UN feiern mmer am 20. November den Internationalen Tag der Kinderrechte oder Weltkindertag, weil an dem Tag im Jahr 1989 die Kinderrechtskonvention verabschiedet wurde. Eigentlich gibt es den Weltkindertag aber schon länger. Schon 1954 beauftragten die UN-Mitgliedsstaaten das Kinderhilfswerk Unicef nämlich damit, einen weltweiten Kindertag auszurichten. Mittlerweile gibt es den Weltkindertag in mehr als 145 Ländern. Aber nicht alle feiern ihn am selben Tag. In Deutschland findet er am 20. September statt. Unabhängig vom Datum geht es darum, an eure Rechte zu erinnern. Das ist wichtig. Denn es gibt weltweit immer noch viele Kinder, deren Rechte missachtet werden. Deshalb wollen die UN und Unicef auf dieses Thema aufmerksam machen.
Wie ist die Situation in Deutschland und Weltweit?
Im Vergleich zu vielen anderen Ländern ist die Lage für Kinder in Deutschland eigentlich gut: Laut Unicef sind acht von zehn Kindern zufrieden und kommen gut in der Schule zurecht. In vielen anderen Ländern leiden Kinder aber unter Hunger oder Gewalt. Viele können auch nicht, so wie ihr in Deutschland, zur Schule gehen. Sie müssen stattdessen hart arbeiten. Aber auch in Deutschland haben nicht alle Kinder die gleichen Chancen. Kinder aus ärmeren Familien haben Forschern zufolge zum Beispiel schlechtere Chancen darauf, das Abi oder die Fachhochschulreife zu schaffen.
Was könnt ihr selbst für Eure Rechte tun?
Das Wichtigste ist, dass ihr eure Rechte kennt. Wir haben einige davon für euch hier zusammengestellt.
Zehn KinderrechteWenn ihr wisst, welche Rechte ihr habt, merkt ihr leichter, ob sie geachtet werden. Wenn ihr eine Situation erlebt, in der eure Rechte verletzt werden, sprecht darüber mit Menschen, denen ihr vertraut. Zum Beispiel mit euren Eltern oder Lehrern. Wenn ihr Probleme oder Sorgen habt, könnt ihr auch das Kinder- und Jugendtelefon unter der Nummer 11 61 11 anrufen.
Von Sibel Schick




