Vor 70 Jahren kam Pippi Langstrumpf in die Welt

Pippi Langstrumpf heißt in anderen Ländenr übrigens nicht Pippi. In Brasilien wird sie zum Beispiel Bibi Maiea-Longa genannt, in China Changwazi Pipi und in England Pippi Longstocking. In Finnland dagegen heißt sie Peppi Pitkätossu und in Frankreich Fifi Brindacier. (Foto: dpa)
Pippi Langstrumpf heißt übrigens nicht überall Pippi Langstrumpf. In Brasilien wird sie zum Beispiel Bibi Maiea-Longa genannt, in China Changwazi Pipi und in England Pippi Longstocking. In Finnland dagegen heißt sie Peppi Pitkätossu und in Frankreich Fifi Brindacier. (Foto: dpa)

Sie ist das stärkste Mädchen der Welt und fast überall beliebt und berühmt: Pippi Langstrumpf. Vor rund 70 Jahren kam die Buchfigur in die Welt – und sorgte damals für jede Menge Aufregung.

„Kein normales Kind isst eine ganze Sahnetorte auf oder geht barfuß auf Zucker.““So ärgerte sich ein Vater über ein bekanntes Buch: Pippi Langstrumpf. Es war kurz vorher in dem Land Schweden zum ersten Mal in die Buchläden gekommen – das war vor fast 70 Jahren. Manche Erwachsenen fürchteten: Die Buchfigur Pippi könnte ein schlechtes Vorbild für Kinder sein.

Damals ging es vielen Eltern mehr noch als heute darum, dass Kinder tun, was man ihnen sagt. Dass sie sich benehmen und ihre Kleider nicht schmutzig machen. Und dann war da diese Pippi! Die Buchfigur lebt ohne Eltern, nur mit einem Pferd und Affen, in der Villa Kunterbunt. Sie geht nicht in die Schule, trickst Polizisten aus und macht alles immer nur so, wie sie will.

Pippi schert sich nicht um die Regeln der Erwachsenen. Sie kann ein Pferd tragen und ist so großzügig, dass sie sogar Räubern Goldstücke schenkt. Dazu kennt sie noch viele witzige Spiele. Wer wünscht sich nicht so eine Freundin?

Astrid Lindgrens Tochter hatte die Idee

Astrid Lindgren hat die Geschichten über Michel aus Lönneberga und Pippi Langstrumpf geschrieben. (Foto: dpa)

Astrid Lindgren hat die Geschichten über Pippi Langstrumpf geschrieben. (Foto: dpa)

Dass es die Buchfigur Pippi überhaupt gibt, liegt an einem Mädchen aus Schweden: Die sieben Jahre alte Karin musste im Jahr 1941 mit einer Lungen-Entzündung im Bett liegen und bettelte ihre Mutter an: „Erzähl mir was.“ „Was soll ich denn erzählen?“, fragte die Mutter. Und Karin sagte: «Erzähl mir was von Pippi Langstrumpf!“ Sie hatte sich den Namen wohl gerade ausgedacht.

Die Mutter hieß Astrid Lindgren und musste später, als sie eine berühmte Schriftstellerin war, oft berichten, wie es zu Pippi gekommen war. Astrid Lindgren dachte sich die Geschichten für ihre Tochter Karin aus. Drei Jahre später rutschte Astrid Lindgren auf Glatteis aus und verletzte sich den Fuß. Nun musste sie im Bett liegen und langweilte sich. Da beschloss sie, die Pippi-Geschichten aufzuschreiben und Karin zum zehnten Geburtstag zu schenken.

Pippi Langstrumpf war schnell nicht mehr wegzudenken

Astrid Lindgren schickte eine Kopie der Geschichten auch an einen Verlag. Aber der lehnte ab. Erst später interessierte sich ein anderer Verlag dafür und veröffentlichte sie als Buch. Damit war Pippi in der Welt – und nicht mehr wegzudenken. Immer mehr Kinder, und auch Eltern, liebten die Pippi-Geschichten.

Heute hat Pippi Millionen Fans. Kaum einer sorgt sich, dass sie ein schlechtes Vorbild sein könnte. Pippi selbst will wohl auch eher, dass die Leute mehr Quatsch machen. In einer Geschichte verstreut sie vor feinen Damen Zucker, läuft barfuß darüber und sagt: „Ich glaube, ihr solltet es auch versuchen, denn was Lustigeres kann man sich nicht vorstellen.“

Von dpa

Die Schriftstellerin Astrid Lindgren

Klicke auf die Grafik, dann kannst du sie besser sehen. (Foto: dpa)

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Ein besonderes Museum in Stockholm
Pippi im Museum