Von Dracula bis Twilight

Von Dracula bis Twilight
Auf Draculas Spuren: Am Donnerstag startet "Vampirschwestern 2" im Kino. (Bild: dpa)

Sie trinken Blut  und hassen Knoblauch und das Sonnenlicht. Es geht natürlich um – Vampire! Über die lebenden Toten gibt es wahnsinnig viele Geschichten, Bücher und Filme. Ab dem morgigen Donnerstag (16. Oktober) zum Beispiel startet im Kino „Vampirschwestern 2 “. Wir geben dir einen Überblick über die Geschichte der lebenden Toten.

Alte Legenden – Die Angst vor dem Tod

In fast allen Kulturen der Welt glaubten die Menschen an etwas wie Vampire. Die Azteken aus Amerika verehrten Götter, die sich nur von Blut ernähren konnten. Und die Menschen im alten Osteuropa glaubten, dass böse Menschen nach ihrem Tod aus dem Grab aufsteigen mussten, um für ihre Sünden zu büßen. Hinter all diesen Ideen steckt die Angst der Menschen vor dem Tod – und vor dem, was danach passiert. Vampire oder andere übernatürliche Wesen waren oft auch eine Erklärung für seltsame Dinge. So gibt es zum Beispiel in Ungarn, einem Land in Osteuropa, eine Region, in der die Leichen im Boden kaum verwesen. Bevor die Menschen sich erklären konnten, dass das an der Zusammensetzung des Bodens liegt, dachten sie, es seien Vampire.

Das Erste Vampirbuch: Der böse Dracula

Früher standen Vampire meist für das reine Böse: Sie trinken das Blut von Menschen, zerfallen im Sonnenlicht zu Staub und ertragen Knoblauch und den Anblick von Kreuzen nicht. (Bild: Archiv)

Früher standen Vampire meist für das reine Böse. (Bild: Archiv)

Schon um 1800 herum entstanden Erzählungen über Vampire. Die erfolgreichste Geschichte hat 1897 ein Mann aus Irland geschrieben: Der Journalist Bram Stoker hat sich „Dracula“ ausgedacht.

In dem Roman geht es um den Vampir Dracula, einen reichen Grafen, der auf einem Schloss in Transsilvanien (das liegt heute in Rumänien) lebt,  aber auch ein Haus in England kauft und dort sein Unwesen treibt.

Dracula ist ein böser Vampir, der Menschen tötet, indem er ihnen das Blut aussaugt. Er war lange Vorbild für alle anderen Vampirgeschichten.

Befreundet mit einem Vampir: der kleine Rüdiger

Autorin Stephenie Meyer hat vor zehn Jahren mit „Twilight“ neue Vampire erfunden: Edward Cullen und seine Familie trinken nur Tierblut, sind nett zu Menschen und leben genau wie wir. Sie werden nur sehr alt und können zum Beispiel Gedanken lesen. (Bild: Verleih)

Edward Cullen und seine Familie trinken in „Twilight“ nur Tierblut, sind nett zu Menschen und leben genau wie wir. (Bild: Verleih)

In Deutschland wurde in den 1980er Jahren ein besonderer Vampir bekannt: Rüdiger, den kleinen Vampir, hat sich die Autorin Angela Sommer-Bodenburg ausgedacht. Der neunjährige Anton freundet sich mit Rüdiger an und verliebt sich in das Vampirmädchen Anna. Immer wieder bekommt Anton  deswegen Probleme mit Rüdigers Familie, aber auch mit seinen eigenen Eltern.

Auch viele Vampire, die die Autorin Stephenie Meyer vor zehn Jahren erfunden hat, sind nett: In der „Twilight“-Saga geht es um die Vampir-Familie Cullen. Sie trinken kein Menschenblut, sondern nur das Blut von Tieren. Außerdem schadet Sonne ihnen nicht. Sie leben genau wie wir Menschen – nur werden sie sehr, sehr alt und haben besondere Fähigkeiten – zum Beispiel können manche von ihnen Gedanken lesen.

Angeberwissen: Wusstest du, dass…

Fledermäuse als Vorlage für Vampire gelten? In manchen Geschichten verwandeln sich Vampire sogar in Fledermäuse – oder können in Menschengestalt fliegen. Es gibt tatsächlich drei Arten von Fledermäusen, die sich vom Blut anderer Tiere ernähren. Die leben aber weit weg in Südamerika. Die Fledermäuse, die es bei uns gibt, fressen nur Insekten.

Von Angela Sommersberg

Hier geht’s zum Kinofilm „Vampirschwestern 2“

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