Unterwegs mit wilden Tieren

Unterwegs mit wilden Tieren
Ilana Erasmus ist Safari-Führerin. (Foto: dpa)

Es gibt Menschen, denen ist ein Job im Büro zu langweilig – so wie Ilana Erasmus. Sie zeigt Urlaubern in Südafrika wilde Tiere.

Stell dir vor, du sitzt in einem Auto und ein Elefant steht genau daneben. Ilana Erasmus erlebt das oft. Sie fährt mit Urlaubern in ihrem großen Geländewagen durch Parks, in denen wilde Tiere leben. Das macht sie beruflich.

Safaris mit Löwen und Giraffen

Löwen lassen die Autos nah an sich ran. (Foto: dpa)

Ihre Fahrten durch die Parks nennt man auch Safaris. Diese Touren werden in Südafrika und anderen afrikanischen Ländern oft angeboten. Dabei kann man vom Auto aus zum Beispiel Löwen, Giraffen und Nashörner in der Natur beobachten. Tiere, die du sonst nur aus dem Zoo kennst.

Ilana erklärt den Urlaubern auf diesen Fahrten vieles über wilde Tiere und Pflanzen. Und sie sorgt dafür, dass alle sicher durch den Park fahren können. Denn wilde Tiere können gefährlich werden. Deshalb hat Ilana eine dreijährige Ausbildung abgeschlossen.

Eigentlich wollte sie Tierärztin werden. Das hat aber nicht geklappt. Ein Job im Büro, das konnte sie sich nicht vorstellen. Ilana ist in Südafrika geboren. Dort machte sie ihre Ausbildung zum Guide. Das heißt übersetzt Führer.

Ilana muss vorsichtig bleiben

Ihre Hauptaufgabe sind die Safaris. Dabei hält sie Ausschau nach den wilden Tieren und fährt dann mit ihrem Geländewagen dicht heran. Viele Tiere sind das schon gewohnt. Denn neben Ilana fahren auch andere Guides durch die Parks. Diese Gebiete sind oft so groß wie mehrere Städte zusammen.

Ilana muss die Tiere genau beobachten. „Wenn ihnen nicht gefällt, dass wir zu nahe kommen, zeigen sie das“, sagt sie. Bei Wasserbüffeln müsse man sehr vorsichtig sein. Das gilt natürlich auch für Elefanten und Löwen. Diese Tiere lassen die Menschen aber nahe an sich heran.

Wasser gegen Nashörner

Elefanten machen Beulen in die  Autos. (Foto: dpa)

Auch Nashörner kommen immer mal ganz dicht an die Autos. „Manchmal fangen sie aus Spaß an, die Autos zu jagen. Ich bespritze sie dann mit Wasser. Das mögen sie nicht und verschwinden“, erzählt Ilana.

Eine Waffe darf sie nicht tragen. „Ich muss dafür sorgen, dass es gar nicht erst gefährlich wird“, sagt Ilana. Dafür muss sie die Tiere gut kennen. Sie muss wissen, welchen sie sich nähern kann und welchen nicht. „Wichtig ist, grundsätzlich einen sicheren Abstand zu halten.“

Trotzdem sind in ihrem Geländewagen viele Beulen. Wo kommen die denn her? „Das waren die Elefanten. Die sind sehr neugierig und kommen oft ganz dicht an das Auto. Dabei sind aber ihre langen Stoßzähne im Weg“, sagt Ilana und lacht. Unfälle seien während der Safaris mit ihr noch nie passiert, sagt sie. Obwohl Ilana schon seit vielen Jahren Guide ist. Einen anderen Job kann sie sich nicht vorstellen. „Ich liebe meine Arbeit“, sagt sie und strahlt.

Von Simone Steinhardt (dpa)