Pottwale verirrt in der Nordsee

Pottwale verirrt in der Nordsee
Wenn sich die großen Tiere in flaches Gewässer verirren, sind ihre Chancen zu überleben nicht sehr hoch. (Foto: dpa)

Einmal nicht aufgepasst und schon falsch abgebogen. Das klingt erst mal nicht so dramatisch. Doch in der Tierwelt hat das manchmal schlimme Folgen.

In der Nordsee tauchten in den letzten Tagen mehrere tote Pottwale auf. Am Mittwoch entdeckten Fachleute einen Tierkörper auf einer Sandbank vor der Küste. Auch an anderen Orten in Deutschland und den Niederlanden wurden Pottwale angespült.

Orientierungslos in der Nordsee

Die Tiere hatten sich anscheinend in die Nordsee verirrt. Eigentlich schwimmen die Pottwale durch tiefere Gewässer. Sie können mehr als Tausend Meter tief tauchen. „Die Nordsee ist viel zu flach“, sagt ein Forscher. Außerdem gebe es dort zu wenig Nahrung für die Wale. Sie fressen vor allem Tintenfische und Fische.

Deswegen hätten die Tiere wohl nur wenige Chancen gehabt, zu überleben. „Es ist für sie schwer, wieder aus der Nordsee herauszukommen“, sagt einer der Experten. Die Tiere könnten sich in flachen Gewässern nicht so gut orientieren und gerieten in Panik.

Forscher suchen nach Gründen

Pottwale sind häufig in größeren Gruppen unterwegs, wie der Fachmann erklärt. Forscher versuchen nun herauszufinden, ob die Wale in der Nordsee zusammengehörten. Unklar ist auch, warum sich die riesigen Meerestiere verirrten.

In den nächsten Tagen wollen die Fachleute noch mehr über die Pottwale herausfinden.

Von dpa