Das Gewissen der Natur – der internationale Umwelttag

Das Gewissen der Natur – der internationale Umwelttag
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Eigentlich sollten wir unserem Planeten jeden Tag dankbar dafür sein, dass wir hier leben, zur Schule gehen und arbeiten können. Findest du nicht auch? Am 5. Juni, wird unsere Erde aber ganz besonders gefeiert und geehrt. Denn es ist internationaler Umwelttag.

UN-Umwelttag – Dichter Verkehr in Bangkok. Foto: dpa – Bildfunk

Was ist der Umwelttag?

Der Umwelttag soll Politiker, Unternehmen und Firmen sowie Bürgerinnen und Bürger daran erinnern, dass jeder seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann. Und sogar muss – denn das Klima auf der Erde verändert sich. Das liegt an den sogenannten Treibhausgasen, die dafür sorgen, dass sich die durchschnittliche Temperatur auf unserem Planeten langsam weiter erwärmt. Eines dieser Treibhausgase ist Kohlendioxid. Es wird zum Beispiel ausgestoßen, wenn wir mit dem Auto fahren. Oder bei der Erzeugung von Strom und Wärme, damit wir zu Hause Licht haben und heiß duschen können. Am Umwelttag geht es aber nicht nur um den Klimawandel. Sondern auch um Tiere, deren Lebensräume wir Menschen zerstören.

Welt-Umwelttag – Junge mit Fahrrad vor vertrockneten Weinstöcken. Foto: dpa – Bildfunk

Warum gerade der 5. Juni?

Am 5. Juni 1972 hat das United Nations Environment Programme – also das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) – den Weltumwelttag offiziell ausgerufen. Sie hatten sich an diesem Tag zur ersten Weltumweltkonferenz in Stockholm getroffen. Das ist heute 47 Jahre her. Seitdem beteiligen sich weltweit rund 150 Staaten an diesem Umwelttag. Seit 1976 engagiert sich auch Deutschland mit Aktionen zur Wiederverwertung und zur Schärfung des Umweltbewusstseins.

Was genau ist UNEP?

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen versteht sich selbst als „Gewissen der Umwelt“. Das heißt, das UNEP will wie ein Lehrer und Vermittler für den schonenden Umgang mit der Umwelt und nachhaltigen Entwicklungen sorgen. Das Programm arbeitet auch mit verschiedenen Organisationen zusammen, die sich ebenfalls für den Umweltschutz engagieren. Alle zwei Jahre gibt UNEP außerdem einen Bericht über die Umweltsituation der Welt heraus, in dem es Schäden und Entwicklungen festhält.

Welt-Umwelttag – Verschmutzte Straße im Jemen. Foto: dpa – Bildfunk

Was steht in den Berichten?

2019 haben die Vereinigten Nationen zum Beispiel festgestellt: Durch Firmen und die Industrie fällt es Tieren schwerer, Nahrung oder andere Artgenossen zur Paarung zu finden – zum Beispiel, weil es viele Zäune gibt, die die natürlichen Lebensräume zerstückeln.

Ist jeder Umwelttag gleich?

Ja und nein. Natürlich geht es immer um Natur- und Umweltschutz. Aber der Umwelttag steht jedes Jahr unter einem anderen Themenschwerpunkt. Im vergangenen Jahr hieß das Motto zum Beispiel „Wir haben nur eine Erde – deshalb: Ressourcen schützen!“. In diesem Jahr lautet das Thema „Insekten schützen – Vielfalt bewahren“.

Was kannst du selbst tun?

Jeder, der möchte, kann sich für unseren Planeten engagieren. Auch du. Du kannst zum Beispiel häufiger öffentliche Verkehrsmittel benutzen, damit weniger Treibhausgase ausgestoßen werden. Oder du nimmst gleich das Fahrrad!

Du kannst außerdem darauf achten, keinen Müll liegen zu lassen. Denn das verschmutzt unsere Umwelt. Wenn du auch deine Freunde darauf aufmerksam machst, könnt ihr gemeinsam schon viel bewirken! Und vielleicht fällt euch noch mehr ein, um die Umwelt zu schützen.