Dabei gibts ihn doch gar nicht den Grüffelo!

Dabei gibts ihn doch gar nicht den Grüffelo!
Sonderbriefmarke "Grüffelo". Foto: Henning Kaiser/dpa

Er hat furchteinflößende Hauer, schreckliche Klauen und eine grüne Giftwarze auf der Nase – und bestimmt kennst du ihn: den Grüffelo. Ab sofort hat er sogar eine eigene Briefmarke.

Wer ist der Grüffelo?

Der Grüffelo ist ein Kinderbuch der englischen Schriftstellerin Julia Donaldson und des Zeichners Axel Scheffler. Das Buch wurde 1999 veröffentlicht – der Grüffelo feiert in diesem Jahr also 20. Geburtstag. Das Buch wurde in mehr als 20 verschiedene Sprachen übersetzt und schon mehrere Millionen Mal verkauft.

Axel Scheffler ist einer der erfolgreichsten Bilderbuchillustratoren weltweit. Foto: Henning Kaiser/dpa

Wovon handelt das Buch?

Das Buch handelt von einer Maus, die sich ein Ungeheuer namens Grüffelo ausdenkt und später wirklich trifft. Der Grüffelo hat riesige Zähne, Stacheln am Rücken und feurige Augen. So beschreibt ihn die Maus. Bei einem Waldspaziergang trifft sie Tiere wie Fuchs oder Schlange, die sie fressen wollen. Als die Maus von Grüffelo erzählt, bekommen sie Angst und sie fliehen. Dann aber trifft die Maus tatsächlich auf Grüffelo. Auch er will sie fressen. Doch schlau wie sie ist, kann die Maus auch ihn austricksen. Am Ende haben schließlich alle Tiere im Wald Angst vor der kleinen Maus.

Warum kommt der Grüffelo auf eine Briefmarke?

Weil der Grüffelo bei vielen Kindern auf der ganzen Welt so beliebt ist, haben die Deutsche Post und das Bundesfinanzministerium entschieden, eine Briefmarke mit einem Bild des Grüffelo zu drucken. In so einem Zackenrand zu erscheinen, ist eine große Ehre. „Wer darin einen Platz erhält, der ist ein ganz besonderer Held“, sagt Ramzi Chakroun. Er arbeitet bei der Deutschen Post und hat die Briefmarke im Kölner Abenteuer-Museum Odysseum vorgestellt.

Was ist es für eine Briefmarke?

Auf der Briefmarke siehst du den Grüffelo und die Maus, wie sie gerade den Fuchs, die Schlange und die Eule erschrecken. Dazu steht darauf geschrieben: „Der Grüffelo – Es gibt ihn doch…“ Die Briefmarke kostet 70 Cent. Du kannst damit Briefe innerhalb von Deutschland verschicken. Briefe ins Ausland zu schicken, ist teurer. Insgesamt werden 59 Millionen Grüffelo-Briefmarken gedruckt  – das sind ganz schön viele: Zusammengelegt könnte man damit zum Beispiel den Boden des Elefantengeheges im Kölner Zoo mehr als zweimal bedecken, sagt Ramzi Chakroun. Oder wenn man alle Marken aneinanderlegen würde, wären sie 1324 Kilometer lang. Das ist ungefähr so weit, als würdest du zusammen  mit deinen Eltern mit dem Auto einmal von Köln nach München fahren – und wieder zurück.

Illustrator Axel Scheffler präsentiert eine Sonderbriefmarke zu seiner Schöpfung „Grüffelo“. Foto: Henning Kaiser/dpa

Wie findet der Grüffelo-Schöpfer die Marke?

Der Zeichner des Grüffelo heißt Axel Scheffler. Er wurde in Hamburg geboren und lebt in England. Der 61-Jährige freut sich sehr über die Briefmarke. „Als ich den Grüffelo 1998 das erste Mal gezeichnet habe, hätte ich nie gedacht, dass er einmal so beliebt werden würde“, sagt er. Die Zeichnungen für Kinderbücher machen ihm immer besonders viel Spaß. Der Gedanke, dass der Grüffelo jetzt auch auf Briefmarken in alle Welt geschickt werden kann, sei für ihn überwältigend.

Hier kannst du sehen, wie Axel Scheffler Grüffelo zeichnet: 

Von Helge Hoffmeister