Alex und Cimon heben bald ab

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst arbeitet bei der ESA (European Space Agency) im Trainingsmodul vom Weltraumlabor Columbus.
Hier trainiert Alexander Gerst in einem Weltraumlabor in Köln den Einsatz auf der Internationalen Raumstation. Die kreist in etwa 400 Kilometer Höhe um die Erde. (Foto: dpa)

Bald geht es los! Am 6. Juni soll der Astronaut Alexander Gerst mit einer Rakete in den Weltraum abheben, gemeinsam mit zwei anderen Raumfahrern. Sie werden dann sechs Monate auf der Raumstation ISS verbringen. An diesem Montag sind es bis zum Start nur noch 100 Tage. Bei seinem Aufenthalt auf der ISS wird Alexander Gerst von einem fliegenden, kleinen Helfer namens Cimon unterstützt.

Unterhaltung mit Cimon

Der kugelige Roboter Cimon soll ihn während seiner Zeit im All von Juni bis Oktober begleiten und unterstützen. Das teilte das Unternehmen Airbus Defence and Space am Montag mit. Die Firma kommt aus Friedrichshafen am Bodensee und hat Cimon im Auftrag der Deutschen Luft- und Raumfahrt – dem Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt in Deutschland entwickelt.

Die von Airbus zur Verfügung gestellte Fotomontage zeigt wie der Assistenzroboter Cimon durch die ISS fliegen könnte. (Foto: dpa)

Der Assistenzroboter Cimon soll im Juni mit Alexander Gerst zur ISS fliegen. (Foto: dpa)

Cimon ist mit künstlicher Intelligenz ausgestattet und kann zum Beispiel Fragen beantworten, bei der Lösung von Problemen helfen, aber auch Witze erzählen.

Fliegender Roboter

Und Cimon hat ein paar Lieblingslieder von Alexander Gerst eingespeichert, die er abspielen kann.

Der Roboter hat einen eingebauten Propeller, der es ihm möglich macht, in der Schwerelosigkeit frei zu fliegen. Der Name Cimon stehe für „Crew Interactive Mobile Companion“. Auf Deutsch heißt das etwa: Interaktiver mobiler Begleiter der Besatzung.

Spezielles Training als Vorbereitung

ARCHIV - ARCHIV - HANDOUT - Weltraum: Die undatierte Aufnahme zeigt die Internationale Raumstation (ISS) mit dem angedockten europäischen Wissenschaftslabor Columbus (Mitte unten links) in der Erdumlaufbahn. (Foto: dpa)

So sieht die Internationale Raumstation aus. Sie kreist in etwa 400 Kilometer Höhe um die Erde. (Foto: dpa)

Bevor es losgeht, müssen sich Alexander Gerst und sein Team noch gründlich vorbereiten. In speziellen Zentren trainieren sie zum Beispiel, wie es ist, schwerelos im Weltall unterwegs zu sein. Auch der Flug mit Raumkapseln wird am Boden in sogenannten Simulatoren geübt. In diesen Kapseln reisen die Astronauten nämlich zur ISS und später wieder zurück zur Erde.

Für Alexander Gerst ist es bereits der zweite Ausflug ins All und zur ISS. Schon im Jahr 2014 war er für sechs Monate dort. Dieses Mal wird er aber zum ersten Mal Kommandant auf der Raumstation sein, für drei Monate. Der Kommandant ist so etwas wie der Kapitän auf einem Schiff.

(Von dpa)