Was macht man als Zoodirektor?

Prof. Theo Pagel, Vorstandsvorsitzender des Kölner Zoos, sitzt in seinem Büro. (Foto: dpa)
Theo Pagel ist Zoodirektor. Bei dem Job hat er aber weniger mit den Tieren zu tun, als viele vielleicht denken. Er muss auch viel Schreibkram erledigen. (Foto: dpa)

Das muss doch der coolste Job überhaupt sein: Zoodirektor! Den ganzen Tag Tiere streicheln und durch den Zoo spazieren. Doch stimmt die Vorstellung? Das verrät uns Theo Pagel. Er ist Chef des Zoos in der Stadt Köln.

Es ist Mittwochmorgen, draußen ist es klirrend kalt und nur wenige Besucher sind heute im Zoo unterwegs. Seit sieben Uhr sitzt Theo Pagel schon in seinem Büro. Auf dem großen Schreibtisch vor ihm liegen eine Menge Papiere und Zettel.

An der Wand hinter ihm steht ein riesiges Regal mit alten Büchern. Manche sind mehr als 150 Jahre alt und ziemlich kostbar. „Wenn man früher etwas über ein Tier wissen wollte, hat man in diesen Büchern nachgeschlagen“, sagt der Mann mit dem gelben Pullover und der runden Brille. Heute gibt es dafür das Internet.

Als Kind züchtete Theo Pagel Stinktiere

Theo Pagel ist Zoodirektor von Beruf. Seit elf Jahren leitet er den Zoo in der Stadt Köln, im Bundesland Nordrhein-Westfalen. „Ich wollte schon immer Zoodirektor werden“, sagt der 57-Jährige und erzählt dann, dass er schon als Kind immer viele Tiere hatte. Zum Beispiel hat er Stinktiere und Waschbären gezüchtet.

Das Wohnhaus des Zoodirektoren auf dem Gelände des Kölner Zoos. (Foto: dpa)

Damit sie schnell zur Stelle sein konnten,  lebten die Zoodirektoren früher auf dem Gelände des Zoos. Auch Theo Pagel lebte eine Zeitlang hier. (Foto: dpa)

„Natürlich ist der Job nicht so, wie man ihn sich als Kind vielleicht vorstellt“, sagt er und lacht. Die meiste Zeit sitze man im Büro: Man muss unter anderem E-Mails und Briefe schreiben, den Transport von Tieren organisieren oder zu Terminen und Besprechungen gehen.

Deshalb freut sich Theo Pagel auch besonders über das Terrarium in seinem Büro. Denn so hat er wenigsten ein paar Tiere um sich herum.

Auf den Ästen hinter der Glasscheibe des Terrariums sitzen kleine Stachelskinke. „Das sind sehr seltene Eidechsen aus Australien“, erklärt der Fachmann. Das Besondere: Stachelskinke bekommen lebende Junge – sie legen also keine Eier, wie bei Eidechsen sonst üblich.

Jeder Tag beginnt mit der Morgenrunde

Pünktlich um acht Uhr macht sich Theo Pagel immer zum Futterhof auf. Dort startet jeden Tag die Morgenrunde: Zusammen mit der Tierärztin fährt der Zoo-Chef das Gelände ab, besichtigt die Gehege und schaut, ob es den Tieren gut geht.

Der Rundgang dauert etwa eine Stunde. „Wenn ich Wochenend-Dienst habe, dauert die Tour meistens doppelt so lang. Dann ist im Büro nicht zu viel zu tun und ich kann mir mehr Zeit nehmen“, erklärt der Zoo-Chef.

Nach der Morgenrunde geht es zurück an den Schreibtisch. Dort wartet schon wieder eine Menge Schreibkram. „Trotz allem ist es aber nach wie vor das Allerliebste, was ich machen würde“, sagt der Zoo-Chef.

(Von dpa)

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