Serie: Verliebtsein 2

Serie: Verliebtsein 2
Verliebtsein ist das schönste Gefühl (Bild: Thinkstock)

In unserer neuen Serie geht es ums Verlieben und das Gegenteil: Liebeskummer

Teil 2: Warum wir auf bestimmte Menschen fliegen – oder nicht

Hast du auch schon mal darüber gegrübelt, warum du dich in den einen Menschen verliebst, in den anderen aber gar nicht? Obwohl du ihn vielleicht ganz nett findest? Dann liegt das wahrscheinlich daran, dass zwischen euch die Chemie nicht stimmt. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Alles nur Chemie? Wie unromantisch!

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Biochemie eine große Rolle dabei spielt, in wen wir uns verlieben. Beziehungsweise welchen Partner wir uns aussuchen. Nämlich immer den, dessen Gene am besten zu unseren passen – und die sich am besten für gemeinsame, gesunde Kinder eignen. Gene sind eine Art Bauplan jedes Menschen, also Erbinformationen, die wir von beiden Eltern mitbekommen. Und die unter anderem über unsere Gesundheit oder unser Aussehen bestimmen. Rein wissenschaftlich gesehen, ist die Sache mit dem Verlieben also immer eine Frage des Instinkts – das hat die Natur so eingerichtet, damit es mit dem Kinderkriegen klappt. Klingt ein bisschen unromantisch? Wäre es auch, gäbe es da nicht den persönlichen Geschmack. Wen du attraktiv oder gar nicht schön findest, hängt auch von deinen Vorlieben ab. Ob du zum Beispiel auf schwarze oder blonde Haare stehst, auf lange Locken oder eine raspelkurze Frisur, auf moppelig oder schlank.

Schönheit, auch eine Frage des eigenen Geschmacks

Da jeder etwas anderes schön findet, haben zum Glück alle eine Chance. Und außerdem ist schön sein ja nicht alles. Wir verlieben uns auch in die Art eines Menschen – wie er denkt, handelt, wofür er sich interessiert.

Schön ist, was gesunde Kinder garantiert

Vor allem Menschen, die in dem Alter sind, Kinder zu kriegen, achten bei der Partnerwahl unbewusst auf Merkmale, die dafür wichtig sind. Und die sie damit automatisch auch als schön empfinden. Wissenschaftler sagen: Männern gefallen Frauen mit reiner, glatter Haut, mit großen Augen und vollen Lippen. Das sind nämlich Anzeichen für Jugendlichkeit und Gesundheit – und damit auch gute Voraussetzungen für gesunde Kinder. Weil Männer auch noch mit 60 Jahren und älter Kinder zeugen können, stehen Frauen bei Männern nicht so sehr auf Zeichen der Jugendlichkeit. Sondern auf Beweise für Stärke, Überlegenheit und Männlichkeit – sie versprechen gute Abwehrkräfte und damit auch gesunde Kinder: ein großes Kinn zum Beispiel oder starke Wangenknochen.

Immer der Nase nach beim Verlieben!

Auch der Geruch spielt eine Rolle. Der Spruch: Den kann ich nicht gut riechen, trifft quasi umgekehrt auf die Liebe zu. Denn wir verlieben uns in Menschen, die gut für uns riechen. Und auch das hat wieder mit dem Kinderkriegen zu tun. Eine Frau erkennt am Duft, ob der Mann einer ist, mit dem sie gesunde Kinder haben kann. Das tut sie nicht bewusst. Das steuert ihr Körper.

Gleich und Gleich gesellt sich gern

Es gibt noch einen alten Spruch, der uns etwas über das Verlieben verrät: „Gleich und gleich gesellt sich gern.“ Besonders häufig verlieben wir uns in Menschen, die uns ähnlich sind. Im Denken. Im Verhalten. Im Aussehen. Und was die Interessen betrifft.

Gute Chancen hat, wer wie Mama oder Papa ist

Aussehen, Ähnlichkeit, Duft – es gibt einen letzten Grund zum Verlieben: Wenn uns ein Mensch an jemanden erinnert, den wir gerne mögen. Darum verlieben sich Leute oft in einen Menschen, der ihren Eltern ähnlich ist.

Von Caroline Kron

 

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