Wilde Hoppler

Wilde Hoppler
DUDA-Kinderreporterin Elisabeth und eines ihrer Kaninchen. Foto: Uwe Weiser

Kinderreporterin Elisabeth hat Kaninchen als Haustiere

In den vergangenen Wochen sind sie dir überall begegnet: Im Supermarkt-Regal, an der Fensterscheibe und im Kunstunterricht. Bei Kinderreporterin Elisabeth hoppeln sie sogar durch den Garten. Du ahnst es schon: Die Rede ist von Kaninchen! Denn klar, am Sonntag bringt der Osterhase die Eier und Geschenke zum Osterfest. Wir haben uns von Kinderreporterin Elisabeth (10 aus Frechen) erzählen lassen, wie man die Tiere hält und was sie schon mit ihnen erlebt hat. Und wir erklären dir, warum der Osterhase eigentlich gar nichts Kaninchen zu tun hat.

Das sind meine Kaninchen

Alles begann damit, dass meine Eltern eines Abends verkündeten, dass wir zwei Kaninchen bekommen. Ich war außer mir vor Freude, dass wir endlich richtige Haustiere haben würden, vorher hatten wir nämlich nur Fische. Eigentlich hatte ich bei einem Haustier immer an einen Hund gedacht, aber heute weiß ich: Kaninchen sind richtig toll! Natürlich haben wir uns vorher gut informiert, Kaninchenbücher gelesen und Videos zur artgerechten Haltung geschaut. Dann haben wir die Grundausstattung im Tierladen besorgt und einen 4,5 Quadratmeter großen Stall plus Haus im Garten aufgebaut. Im August 2020 sind wir dann zu einer Hobbyzüchterin gefahren und haben uns unsere zwei Kaninchen ausgesucht. Die beiden waren damals vier Monate alt. Wir haben sie Wolke und Blitz genannt. Auf die Namen ist meine Mutter gekommen. Nach kurzer Zeit merkten wir aber, dass Wolke gar kein Weibchen ist, wie wir dachten! Aber weil ich finde, dass Wolke auch zu einem Männchen passt, durfte das Kaninchen den Namen behalten.

Die Kaninchen lassen es sich schmecken. Foto: Uwe Weiser

Oh je, die Kaninchen sind weg!

Wolke und Blitz leben das ganze Jahr über draußen. Das macht ihnen nichts aus, denn sie haben im Winter dickes Fell. Einmal haben die beiden uns aber einen richtigen Schreck eingejagt: Wir waren zu meiner Oma gefahren und haben dort übernachtet. Unsere Haushaltshilfe wollte die Kaninchen füttern. Doch spätabends haben uns plötzlich unsere Nachbarn angerufen: Wolke und Blitz waren abgehauen und hoppelten über die Straße! Zum Glück konnten unsere Nachbarn die beiden einfangen. Als wir wieder zu Hause waren, haben wir das Gehege erst mal extra gut abgesichert. Seitdem ist zum Glück nichts mehr passiert, aber ich bin meinen Nachbarn immer noch total dankbar, dass sie die beiden damals gefunden haben.

Das brauchen Kaninchen

Meine Kaninchen bekommen morgens, mittags und abends Futter. Besonders gerne mögen sie zum Beispiel: Brokkoli, Möhren (mit Grün), Fenchel, Stangensellerie und vieles andere Gemüse. Außerdem lieben sie frisches Gras, Löwenzahn, getrocknete Kräuter und natürlich Heu. Ab und zu bekommen sie auch mal ein Leckerli – das muss aber getreide- und zuckerfrei sein!

Für Kaninchen braucht man viel Zeit: Ich miste einmal in der Woche den kompletten Stall plus die Toilette aus, den Auslauf kehre ich alle drei Tage. Einmal pro Woche untersuche ich Fell, Zähne, Ohren und After. Die Krallen schneide ich etwa alle drei Monate. Außerdem lasse ich Wolke und Blitz täglich eine halbe Stunde frei durch den Garten hoppeln, denn Kaninchen brauchen viel Auslauf. Ehrlich gesagt, verbringe ich fast jede freie Minute mit den beiden, denn es macht mir viel Spaß, mich um sie zu kümmern.

Hier sind die Kaninchen untergebracht. Foto: Uwe Weiser

Warum bringt eigentlich der Osterhase die Eier?

Ein weiblicher Feldhase kann viele Kinder bekommen – der erste Wurf kommt meist im Frühjahr zur Welt. Nach der Geburt versteckt die Häsin ihre Jungen in Mulden auf dem Feld und kommt regelmäßig vorbei, um sie zu füttern. Nach einigen Wochen sind die kleinen Hasen selbstständig. Doch was hat das mit Ostern zu tun? Ganz genau weiß man das nicht, aber eine Geschichte geht so: Früher haben Kinder die Ostereier wohl auf dem Feld gesucht. Dabei entdeckten sie oft auch die Feldhasen-Babys – und dachten, die hätten die Ostereier gebracht. Außerdem passt es gut zu Ostern, dass der Hase so ein fruchtbares Tier ist. Denn seit sehr langer Zeit feiern Menschen den Beginn des Frühjahrs und das Erwachen der Natur mit Festen. Und letztlich geht es ja auch beim christlichen Osterfest um einen Neuanfang: Denn dann wird die Auferstehung von Jesus gefeiert.

Was haben Hasen und Kaninchen gemeinsam?

Feldhasen und Kaninchen sehen sich auf den ersten Blick relativ ähnlich. Auch viele Schoko-Osterhasen sind eher Kaninchen als Hasen. Tatsächlich sind die Tiere aber total unterschiedlich! Feldhasen leben eigentlich schon immer in Deutschland, sie mögen offene Felder, können Haken schlagen und sind Einzelgänger. Sie haben lange Ohren, braunes Fell und lange Beine. Kaninchen dagegen kommen ursprünglich aus Südeuropa. Sie haben eher kurze Ohren, graues Fell und einen gedrungenen Körper. Kaninchen buddeln sich Höhlen unter der Erde und leben dort in Gruppen zusammen. Was beide Tierarten aber gemeinsam haben: Sie bekommen viele Babys!

Mehr im Netz

Falls du noch mehr über Elisabeths Kaninchen erfahren willst, dann schau doch zusammen mit deinen Eltern mal auf ihrem Instagram-Kanal vorbei: Unter „Die wilden Hoppler“ findest du Bilder und kurze Videos von Wolke und Blitz.

Von Kinderreporterin Elisabeth und Angela Sommersberg