Wichtiger Lebensraum
In Totholz im Wald tummeln sich Tiere und Pflanzen.
Wenn du schon einmal im Wald unterwegs warst, hast du dort bestimmt auch einen umgestürzten Baum entdeckt. Vielleicht lag er da schon lange und war mit Moos und Pilzen bewachsen. Man könnte denken, dass der Baum vielleicht besser weggeräumt werden sollte, weil er kaputt ist. Doch solche umgestürzten Bäume sind ein wichtiger Bestandteil des Waldes.
Ein richtiges Tierhotel
Alte Baumstämme oder dicke Äste und alles Holz, was nicht mehr wächst, nennt man Totholz. Und Totholz ist ein richtiges Tierhotel! In den Ritzen und Hohlräumen leben Käfer, Spinnen, Ameisen und andere kleine Krabbeltiere. Manche von ihnen, wie der Hirschkäfer, sind so selten, dass sie kaum noch irgendwo anders zu finden sind. Auch der Specht ist ein Fan von Totholz. Er hämmert Löcher in weiches Holz, um darin zu wohnen oder nach Larven zu picken. Später ziehen dann oft andere Tiere in diese Spechtwohnungen ein – zum Beispiel Fledermäuse oder kleine Eulen.
Langsamer Zerfall
Auch Pflanzen finden Totholz toll: Moose, Pilze und Flechten wachsen darauf und helfen mit, dass das Holz ganz langsam zerfällt. Totholz ist also wichtig für viele Lebewesen im Wald. Auch im Garten kann Totholz entstehen – zum Beispiel, wenn ihr einen Baum fällen müsst oder größere Äste abschneidet. Lasst das Holz wenn möglich an einer ruhigen Stelle liegen, dann freuen sich viele Tiere in eurem Garten darüber.
Von Leonie Dries





