Guter Kletterer

Guter Kletterer
Der Vielfraß gehört zur Familie der Marder. Foto: dpa-Bildfunk

Futtert der Vielfraß wirklich so viel?

Du hast aber viel gegessen – du bist ja ein richtiger Vielfraß! Vielleicht hast du diesen Ausdruck schon einmal gehört. Aber was ist eigentlich ein Vielfraß? Ein Tier mit diesem Namen gibt es tatsächlich. In Wirklichkeit ist der Vielfraß aber kein ­gefräßiges Monster. Er sieht aus wie eine Mischung aus einem Marder, zu deren Familie er ­gehört, und einem kleinen ­Bären. Der Vielfraß hat kurze Beine, dichtes, braunes bis braun-schwarzes Fell und einen buschigen Schwanz. ­Erwachsene Tiere werden etwa 65 bis 85 Zentimeter lang und können bis zu 30 Kilogramm wiegen.

In Wäldern oder im Gebirge

Vielfraße leben in den kalten Regionen der Nordhalbkugel, zum Beispiel in Kanada, Alaska, Skandinavien und Sibirien. ­Besonders wohl fühlen sie sich in weiten Landschaften, zum Beispiel in Wäldern oder im ­Gebirge. Trotz seiner kurzen ­Beine kann sich der Vielfraß gut bewegen. Er kann prima klettern, schwimmen und lange Strecken laufen. Seine breiten Pfoten mit den Häuten zwischen den Zehen helfen ihm, im Schnee nicht so tief einzusinken.

Er gilt als angriffslustig

Woher der Name Vielfraß kommt, weiß man nicht genau. Vielleicht hat es damit zu tun, dass der Vielfraß viele unterschiedliche Dinge gerne frisst: Beeren, Pflanzen, Vogeleier und kleine Tiere wie Mäuse, manchmal aber auch größere Beute wie junge Rentiere. Typisch für den Vielfraß ist außerdem, dass er Nahrung versteckt und sich richtige kleine Vorräte anlegt. ­Obwohl der Vielfraß nicht be­sonders groß ist, gilt er als ­angriffslustig. Er verteidigt seine Beute manchmal sogar gegen größere Tiere, zum Beispiel gegen Pumas oder Bären.

Von Leonie Dries