Papageien: Intelligent und bunt

Papageien: Intelligent und bunt
Rot-grünes Federkleid, der Papyasittich (Bild: Fotolia)

Papageien können so alt werden wie deine Großeltern – bis zu 80 Jahre. Auf der ganzen Welt gibt es ungefähr 350 unterschiedliche Arten. Sie alle mögen es warm und feucht. Deswegen leben viele in tropischen Gegenden und Regenwäldern. Fast die Hälfte der Arten ist aber vom Aussterben bedroht. Denn Menschen roden den Regenwald, weil sie dort Städte bauen wollen oder das Holz verkaufen. So nehmen sie den Vögeln ihren Lebensraum.

„Bis vor einigen Jahren wurden die Vögel auch gefangen und als Haustiere nach Deutschland gebracht“, sagt Marius Tünte vom Tierschutzbund. Heute werden Papageien auch in Deutschland gezüchtet.

Der sprechende Papagei

„Papageien sind ziemlich intelligente Tiere“, sagt Marius Tünte, „aber wirklich sprechen können sie nicht.“ In der Natur machen sie Geräusche, um andere Papageien vor Feinden zu warnen – oder die Feinde selbst abzuschrecken. Papageien leben in großen Gruppen. Als Haustiere fühlen sie sich einsam. Um Aufmerksamkeit zu bekommen, fangen sie an, die Geräusche der Menschen nachzumachen – das hört sich an, als würden sie sprechen.

Das kannst du tun

Wegen der Einsamkeit findet Marius Tünte es nicht gut, Papageien als Haustiere zu halten. Außerdem ist das schwierig: Die Tiere brauchen Wärme, Feuchtigkeit und viel Platz zum Fliegen. Außerdem kannst du helfen, dass nicht noch mehr Regenwald abgeholzt wird, damit die Papageien ihren Lebensraum behalten. Achte darauf, Papier oder Klopapier aus recyceltem, also aufbereitetem Papier zu kaufen.

Grüne Papageien

Bei uns im Rheinland kannst du auch Papageien beobachten! Sie sind grün, heißen Halsbandsittiche und leben seit mehr als 40 Jahren hier. Eigentlich stammen sie aus Indien. Wie sie zu uns gekommen sind, weiß man nicht genau. Vielleicht sind sie aus einem Zoo in Deutschland ausgebüxt. „Die Tiere haben inzwischen gelernt, bei uns zu leben“, sagt Tünte.

Von Angela Sommersberg