Alleskönner aus der Tiefe
Grundwassertierchen sind winzig und sehr nützlich.
Sie sind winzig klein, durchsichtig und manche von ihnen gab es schon, als die Dinosaurier noch lebten: Grundwassertierchen sind eine echte Sensation. Die kleinen Krebse, Schnecken und Würmer leben viele Meter unter der Erde. Dort, wo sich das Grundwasser staut, fühlen die Grundwassertierchen sich pudelwohl.
Nur unter dem Mikroskop zu erkennen
Grundwasser ist das Wasser, das als Regen in die Erde sickert. Trifft es auf Stein, kann es nicht mehr weiter versickern und wird aufgestaut. Die Tiere, die dort leben, kann man oft nur unter dem Mikroskop erkennen. Sie sind perfekt an den Lebensraum unter der Erde angepasst. Sie brauchen kein Licht zum Überleben und haben daher auch keine Augen.
Stattdessen haben viele Grundwassertiere einen besonders guten Tastsinn. Damit können sie sich durch winzige Löcher unter der Erde bewegen. Auch ihr Körper ist länglich geformt. So kommen sie tief unter der Erdoberfläche schneller voran. Die Tierchen ernähren sich von den Bakterien, die im Grundwasser sind. Das ist für uns Menschen eine große Hilfe. Die Bakterien verschmutzen nämlich das Grundwasser.
So bleibt das Wasser sauber
Sie können so auch in unser Trinkwasser gelangen. Werden sie von Grundwassertierchen gegessen, bleibt das Wasser sauber. Grundwassertierchen sind also echte Alleskönner. Expertinnen und Experten nennen sie deshalb auch die Heinzelmännchen der Tiefe. Einige Arten, wie zum Beispiel Brunnenkrebse, sind außerdem uralt. Sie sind die Nachfolger von Tierarten, die vor Millionen Jahren lebten.
Von Lina Petry




