Ziemlich vermessen

Ziemlich vermessen
Vermesser arbeiten auf den Millimeter genau. Bild: dpa

Warum kleine Messpunkte für große Bauprojekte wichtig sind.

„Schau doch mal nach vorn!“ Diesen Satz hören viele Kinder oft – dabei lohnt sich ein Blick auf den Boden! Denn dort entdeckt man nicht nur schöne Steine oder Schneckenhäuser, sondern auch kleine, unscheinbare Messpunkte. Sie sehen aus wie Pflastersteine, sind rund oder eckig und fest im Boden verankert. Manche glänzen golden, andere sind grau. Aber alle haben eine wichtige Aufgabe: Sie helfen Vermessern, das Land ganz genau zu messen.

Vermesser – auch Geodäten genannt – sorgen dafür, dass Häuser, Straßen oder Spielplätze an der richtigen Stelle gebaut werden. Dafür setzen sie Messpunkte, an denen später mit Geräten gemessen wird. So kann man Grund­stücke einteilen und ihre Größe bestimmen. Besonders in neuen Baugebieten ist das wichtig, wenn noch keine Straßen oder Häuser da sind.

Heute geht alles digital

Manche Messpunkte findet man sogar an Hauswänden oder Kirchtürmen. Sie zeigen an, wie hoch ein Ort liegt – gemessen vom Meeresspiegel. Früher wurden alle Punkte in Karten eingetragen, heute geht das digital – mithilfe von GPS. Das kennst du vielleicht vom Navi im Auto oder vom Handy. GPS nutzt Satelliten, um Orte ganz genau zu bestimmen – oft bis auf wenige Zentimeter!

Von Jacqueline Berlin