Oh, Tannenbäume

Oh, Tannenbäume
Unter der Lupe: Der Tannenbaum. (Foto: dpa)

Wir erforschen unsere Natur. Und nehmen verschiedene Dinge unter die Lupe. Heute ist der Tannenbaum dran.

Ein Laubbaum hat Blätter, ein Tannenbaum hat Nadeln. Klar. Aber wusstest du, dass die Nadeln einer Tanne oder Fichte auch Blätter sind? Sie sind nur eben schmaler und runder. Sie sind von einer Wachsschicht umgeben, die sie davor schützt, auszutrocknen oder zu erfrieren.

Bäume atmen wie wir – Durch kleine Poren

Anders als bei den Laubbäumen fallen die Blätter der meisten Nadelbäume im Winter schließlich nicht ab. Auf der Unterseite der Blätter von Tanne und Fichte kannst du weiße Streifen erkennen, wenn du genau hinsiehst. Darin sitzen die sogenannten Spaltöffnungen. Das sind kleine Poren, mit denen die Pflanze „atmet“. Auch Laubblätter haben solche kleinen Poren.  Das Blatt gibt dadurch Sauerstoff und Wasser ab und nimmt Kohlenstoffdioxid auf. Bäume atmen zwar auch wie wir. Sie produzieren allerdings mehr Sauerstoff als sie verbrauchen.

Rund um den Ast verlaufen Fichtennadeln. (Foto: Fotolia)

Rund um den Ast verlaufen Fichtennadeln. (Foto: Fotolia)

Tanne oder Fichte? –  Das ist hier die Frage

Tannennadeln sind wie ein Scheitel angeordnet. (Foto: Fotolia)

Tannennadeln sind wie ein Scheitel angeordnet. (Foto: Fotolia)

Auch wenn der Tannenbaum so heißt: Nicht jeder ist auch wirklich eine Tanne. Die meisten Tannenbäume sind sogar Fichten. Die  erkennst du daran, dass ihre Blätter auf kleinen Stielen an den Zweigen sitzen – und zwar rundherum.  Bei der Tanne sitzen die Nadeln scheitelförmig und auf breitem Fuß direkt am Zweig. Fichtennadeln sind außerdem nicht so weich und etwas pieksiger als Tannennadeln. Das liegt daran, dass die Nadeln der Tanne vorne abgerundet sind. Die Zapfen der Fichte hängen am Baum nach unten, die der Tanne zeigen steil nach oben. In den Zapfen reifen die Samen heran, aus denen dann neue Bäume entstehen können.
Noch ein Tipp: Die bei uns heimischen Tannenarten haben eine glatte „Haut“, die Rinde der Fichte dagegen ist schuppig und rötlich, weshalb der Baum oft „Rottanne“ genannt wird.

Von Jasmin Krsteski

Buchtipp

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