Der erste Mann auf dem Mond

Der erste Mann auf dem Mond
Der US-Astronaut Edwin Aldrin wird von seinem Kollegen Neil Armstrong (im verspiegelten Visier zu erkennen) bei seinen ersten Schritten auf dem Mond fotografiert (Bild: NASA/dpa)

Es war ein gigantisches Medienereignis: Eine halbe Milliarde Menschen waren damals an ihren Fernsehern live dabei, als Neil Armstrong am 21. Juli 1969 deutscher Zeit, also vor genau 45 Jahren als erster Mensch der Welt den Mond betrat. Frag’ mal deine Eltern und Großeltern – sie können sich bestimmt noch gut an diesen Tag erinnern.

Vorbereitungen für die Reise zum fernen Himmelskörper

Vier Tage dauerte die  Reise zum Mond mit dem Raumschiff Apollo 11. Doch bevor es so weit war, dauerte es viele Jahre. Erst hatte die Sowjetunion eine Raumsonde, also einen unbemannten Flugkörper, auf den Mond geschossen. Die USA folgten mit ihren Apollo-Raumschiffen. Nach mehreren Missionen – mal mit, mal ohne Menschen – flogen 1968 drei Astronauten zum Mond und umrundeten ihn zehnmal. Bei den nächsten Flügen näherten sie sich der Oberfläche Stück für Stück weiter an.

Landung und Spaziergang der Astronauten

Erste Schritte auf dem Mond (Grafik: dpa)

Neil Armstrong setzte schließlich als erster Mensch einen Fuß auf den Mond. Dabei trug er einen Raumanzug. Der 38-Jährige sagte den berühmten Satz: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Schritt für die Menschheit.“ Diese Worte wurden weltberühmt. Ihm folgte Buzz Aldrin. Zwei Stunden und 31 Minuten blieben die beiden Amerikaner auf dem Mond. Sie nahmen Proben aus dem Boden und sammelten mehrere Kilogramm Steine ein. Außerdem stellten sie eine Flagge der USA auf. Währenddessen blieb der dritte Astronaut, Michael Collins, im großen Raumschiff und umkreiste den Mond. Drei Tage später landeten die Männer wieder sicher auf der Erde. Genauer gesagt „wasserten“ sie im Pazifischen Ozean. In den nächsten Jahren spazierten noch zehn weitere Astronauten über  diesen faszinierenden Himmelskörper.

 

Das Ende der Mondreisen und die Raumfahrt heute

Früher hat man geglaubt, dass heutzutage regelmäßig Menschen zum Mond reisen und dort Hotels stehen würden. Davon kann allerdings keine Rede sein. Insgesamt hat es sechs bemannte Flüge zum Mond gegeben. 1972 stellte die Nasa das Apollo-Programm ein, weil es zu teuer war.Doch noch immer reisen Menschen ins Weltall. Aktuell ist zum Beispiel der deutsche Astronaut Alexander Gerst auf der Internationalen Raumstation ISS. Die ISS kreist in rund 400 Kilometern Höhe um die Erde.

Fakten und Zahlen: Wissenswertes über den  Mond

Mond über Hamburg (Bild: dpa)

Mond über Hamburg (Bild: dpa)

  • Der Mond ist 400 000 Kilometer von der Erde entfernt. Er hat einen Durchmesser von 3476 Kilometern. Die Erde ist ungefähr viermal so groß wie der Mond. Der Mond umkreist die Erde und braucht für eine Runde fast einen Monat – daher  der Name: „Monat“ leitet sich von „Mond“ ab.
  • Die Erde wird von der Atmosphäre als schützende Hülle umgeben. Der Mond hat keine solche Schutzschicht. Wenn ein Gesteinsbrocken auf seine Oberfläche  prallt, entsteht deshalb ein großes Loch. Diese Krater kannst du sogar mit einem Fernrohr von der Erde aus sehen.
  • Auf dem Mond kann es 120 Grad Celsius heiß sein – das ist wärmer als kochendes Wasser. Nachts kann es bitterkalt werden – bis zu minus 130 Grad. Der Boden ist mit einer dicken grauen Staubschicht bedeckt. Sie heißt Regolith. Weil es auf dem Mond windstill ist, müssten. Neil Armstrongs Fußspuren  immer noch im Staub zu sehen sein.
  • Die Anziehungskraft ist auf dem Mond sechsmal schwächer als auf der Erde. Deshalb wiegt auf dem Mond alles sechsmal weniger – und die Menschen fühlen sich schwerelos.

Grüsse aus dem All

Schau doch mal mit deinen Eltern auf das Twitterprofil von Alexander Gerst – er schickt regelmäßig Grüße aus dem All.
www.twitter.com/Astro_AlexD