Fußball spielen mit den Käfigtigern
Meistens spielen Fußballer draußen an der frischen Luft. Manchmal geht es aber auch in die Halle. Seit Kurzem gibt es dafür sogar eine eigene Liga. Ein Torwart erzählt, warum das so viel Spaß macht.
Die Fußballspiele mit den Käfigtigern machen Marcel Jonetzko besonders viel Spaß. Der Torwart spielt aber nicht im Zoo oder im Zirkus. Die Käfigtiger sind eine Mannschaft in der neuen Baller League (gesprochen: boller lieg). Hinter der Idee stehen unter anderem der deutsche Nationalspieler Mats Hummels und der Ex-Profi Lukas Podolski.
Marcel Jonetzko ist eigentlich einer der Torhüter bei den Kickers Offenbach. Seine Mannschaft spielt in der vierthöchsten Liga in Deutschland. Wie in anderen Ligen auch werden diese Spiele draußen ausgetragen. In der Baller League wird drinnen gespielt.
Auf Kunstrasen
Zwölf Mannschaften treten dabei jeden Montag in einer Halle in der Stadt Köln an. Die Spieler mussten sich vorher dafür bewerben. Jede Halbzeit dauert nur 15 Minuten. Gespielt wird auf Kunstrasen. „Das Spiel ist viel schneller. Es macht dadurch wesentlich mehr Spaß“, erklärt Marcel Jonetzko. „Das ist pure Action, vor allem für mich als Torwart. Ich genieße das einfach.“
In der Halle spielen viele Fußballer gerne, auch wenn es ständig hin und her geht. Verglichen mit den großen Plätzen draußen ist das Spielfeld drinnen sehr klein. Die Spieler sind immer in Bewegung.
Auch Torhüter müssten einiges beachten, sagt Marcel Jonetzko. „Du musst in der Halle gute fußballerische Fähigkeiten haben: etwa ein sicheres Passspiel. Vielleicht ist auch etwas mehr Spielintelligenz erforderlich. Du achtest also darauf, wo der Spieler hinschaut oder wie er seinen Fuß hält. Und dadurch versuchst du zu erkennen, wohin er schießt.“
Für junge Fans
Die Baller League richtet sich vor allem an junge Fans. Die finden normale Fußballspiele manchmal vielleicht etwas langweilig. So ein Spiel kann nach 90 Minuten auch mal ohne ein einziges Tor zu Ende gehen. In der Halle fallen mehr Tore, die Spiele dauern nicht so lange. Und es gibt immer wieder neue Spezial-Regeln.
Am Ende der beiden Halbzeiten wird ein Glücksrad gedreht. So entscheidet sich, welche Spezial-Regel für die letzten drei Minuten gilt. Manchmal dürfen die Mannschaften nur noch mit drei Spielern auf dem Platz stehen. Oder sie dürfen den Ball nur aus der Luft ins Tor schießen. Oder: Sie haben nur eine bestimmte Zeit, um aufs Tor zu schießen.
Torwart Marcel Jonetzko gibt seinen Mannschaftskollegen im Spiel viele Anweisungen. Danach ist er heiser. „Es hat sehr viel Spaß gemacht“, sagt er. „Ich habe zu Beginn ein paar Fehlpässe gespielt. Aber beim nächsten Mal wird es bestimmt besser.“
Von Thomas Bremser (dpa)






