Spaziergang mit Lama

Spaziergang mit Lama
Spazierengehen ist öde? Von wegen! Mit einem Lama hast du jede Menge Spaß. (Foto: Birkenbach)

Gehst Du gerne spazieren? Nein? Dann nimm doch mal ein Lama mit! Du wirst staunen, wie anders sich das auf einmal anfühlt. Wie genau? Lies mal weiter. Wir haben es in Köln ausprobiert.

Fang die Lamas

Fangen, striegeln, fertig machen - einiges muss getan werden, bevor es losgehen kann. (Foto: Birkenbach)

Fangen, striegeln, fertig machen – einiges muss getan werden, bevor es losgehen kann. (Foto: Birkenbach)

“So – die eine Gruppe treibt die Lamas ganz sanft vor sich her. Und die andere sperrt den Weg ab, damit sie nicht wieder weglaufen!”, sagt Barbara Hilgers. Wer auf den kleinen Hof von Barbara Hilgers und Kira Berendonk kommt, lernt erst einmal, wie man die drei Lamas Charango, Der Große Weiße und Tiamo de Uoro in den Stall bringt.

Lamas kommen ursprünglich aus Südamerika und sind Herdentiere. Sie können nur ganz schwer einzeln eingefangen werden. Denn Lamas wollen zusammenbleiben. An diesem Nachmittag sind sieben Mädchen zu Besuch auf dem Hof. Sie treiben die Tiere gemeinsam in den Stall. Dabei sind sie sehr vorsichtig. Denn Lamas sind sensibel und möchten gut behandelt werden. Spucken tun sie nur, wenn sie Angst haben.

Entspanntes Putzen

Barbara Hilgers begleitet die Mädchen auf dem Ausflug. (Foto: Birkenbach)

Barbara Hilgers begleitet die Mädchen auf dem Ausflug. (Foto: Birkenbach)

Auch im Stall müssen die Mädchen leise sein. “Es ist schließlich das Wohnzimmer der Lamas”, sagt Barbara Hilgers. Dann können sie sich ihnen nähern und ein Halfter anlegen. Als nächstes wird geputzt. Und das ist so ähnlich wie bei Pferden und Ponys, nur stressfreier. Die Lamas bleiben ganz ruhig stehen.

Die achtjährige Emma putzt den Großen Weißen. Er schließt die Augen und genießt das Striegeln mit der Hundebürste. Daran bleiben viele Haare hängen. Die werden aber nicht einfach weggeworfen, sondern gesammelt. Wenn man ganz viel davon hat, kann man kleine Figürchen daraus basteln oder sogar Wolle spinnnen. Und die ist sehr wertvoll, denn sie hält warm und ist relativ schwer zu bekommen. Emma macht das Putzen Spaß, nur am Gesicht des Großen Weißen erschrickt sie sich: “Puh, der hat aber Mundgeruch!”, sagt sie und lacht.

Majestätischer Spaziergang

Die Wandergruppe (Foto: Birkenbach)

Die Wandergruppe (Foto: Birkenbach)

Dann legen Barbara Hilgers und Kira Berendonk den Holzsattel an, mit dem das Lama Sachen tragen kann. Emma und ihre sechs Freundinnen führen die drei Lamas hinaus vor den Hof. Es geht über Feldwege vorbei an Maisfeldern und Wiesen bis zum Rhein. Obwohl sie so groß sind, sind die Lamas sehr lieb beim Führen, noch lieber als ein Hund. Ganz ruhig und anmutig schreiten sie mit ihren lustigen Füßen und Ohren neben den Mädchen her.

Sie haben keine Hufen wie Pferde, sondern Schwielen an der Fußunterseite mit zwei Zehnägeln. Ihre Ohren heißen auch Bananenohren, weil sie die Form einer Banane haben. Am Rhein stellen sie sich erst einmal ins Wasser. Die Mädchen halten sie fest, damit die Tiere nicht baden gehen und gemeinsam blicken sie alle den großen Schiffen hinterher, die an ihnen vorbeiziehen. Viele Leute bleiben stehen und reiben sich verwundert die Augen oder machen ein Foto mit dem Handy.

Glücklich und stolz zurück

Nach der kleinen Rast geht es wieder zurück zum Hof. Selbst ein wild bellender Hund kann die Lamas nicht aus der Ruhe bringen. Sie gehen bedächtig weiter wie Könige, als ob sie denken würden. “Was will der Kleine von uns???” Als die Mädchen mit ihnen am Hof ankommen, sind sie alle ganz stolz und ein bisschen aufgekratzt.

“Eigentlich sind die Lamas ja Fluchttiere, aber auf dem Spaziergang waren sie meistens ganz ruhig”, sagt die achtjährige Charlin. Fluchttiere sind Tiere, die bei einer drohenden Gefahr sehr schnell wegrennen. Die Mädchen sind sich nicht einig, ob sie Charango, Den Großen Weißen oder  Tiamo de Uoro am liebsten mögen, aber sie sagen alle, dass sie selbst gerne ein eigenes Lama hätten. Bis sie ihre Eltern davon überzeugt haben, kommen sie weiter auf den kleinen Hof und gehen mit den Tieren spazieren.

Von Sabrina Birkenbach

Du willst auch mal mit Lamas spazieren gehen? Sie streicheln, putzen, pflegen? Hier erfährst du, wo  und wie du das in Köln und der Region tun kannst:

Lamas streicheln mit Barbara Hilgers:

Zur Webseite: www.lamatherapie-koeln.de

Direkter Kontakt:

02236/9694525

lamatherapie-koeln@web.de (Barbara Hilgers)

lamatherapie-koeln@gmx.de (Kira Berendonk)

In Köln und in der Umgebung gibt es viele Höfe, auf denen man Wanderungen auch mit anderen Tieren – wie zum Beispiel Eseln oder Ziegen – machen kann.

Eselwandern rund um den Barsberg

info@eselwandern-eifel.de

Esel- und Ziegen-Trekking

www.eseltrekking.info

Die Tierwerkstatt Altenberg

www.tierwerkstatt-altenberg.de

Eifel Lamas und Alpakas

www.eifel-lamas.de

Alpakas des Westens

www.alpakas-des-westens.de