„So fühlt sich das Schlaraffenland an“

„So fühlt sich das Schlaraffenland an“
Kinderreporter Fritz probiert einen Hamburger aus Gummibärchen. (Foto: Michael Bause)

Die Kinderreporter Medi und Fritz hatten diesmal den besten Job der Welt: Sie waren auf der Süßwarenmesse in Köln. Dort präsentieren Hersteller ihrer neuesten Süßigkeiten. Wer als Besucher hingeht, muss vor allem eines: Sich durch Unmengen von Lollis, Waffeln, Gummibärchen und Schokolade futtern.  Medi und Fritz haben dabei allerhand Witziges entdeckt.

 

Wie hat euch die Süßwarenmesse insgesamt gefallen?

Medi (11) (Foto: Martina Goyert)

Medi: Mir hat es echt gut gefallen! Ich glaube, so fühlt sich das Schlaraffenland an. Alles war voller Süßigkeiten: Lollis, Waffeln, Chips, Pralinen, Gummibärchen, Schokolade, Marzipan und unzählige andere leckere Sachen.

Es war ein Paradies für Menschen, die Süßes lieben. Die Händler waren alle sehr nett und haben uns viele leckere Süßigkeiten zum Probieren angeboten.

 

 

Fritz (10) (Foto: Goyert)

Fritz: Ich war besonders glücklich diese Messe besuchen zu dürfen, da ich Süßigkeiten schon immer sehr liebe und trotz erwachsener Warnungen (Karies und so) auch reichlich genieße. Ich glaube Medi und ich waren die jüngsten Fachleute. Wie Fachleute wurden wir wirklich behandelt, da wir ganz viel probieren durften und die Leute an den Ständen sehr nett zu uns waren.

Ich erinnere mich gut an meinen ersten Eindruck, als wir in die größte Halle kamen: Es war sehr voll mit Ständen, alles war sehr bunt und schön und vor allem roch es wunderbar nach Gummibärchen und sauren Würmern.

Ich wusste gar nicht,wohin ich zuerst hingehen sollte. Es war ein bisschen wie Weinachten, wenn man lange gewartet hat und dann nicht weiß, welches Geschenk man zuerst aufmachen soll.

Was hat euch am meisten erstaunt?

Medi: Mich hat erstaunt, dass sehr viele Händler Englisch gesprochen haben. Ich wusste zwar, dass viele Aussteller aus anderen Ländern kommen, aber dass es so viele sind, die dort ihre Produkte zeigen, hätte ich nicht gedacht.

Fritz: Ich habe mir sehr viele Süßigkeiten angesehen und probiert: Es gab so viele unterschiedliche Lollies in allen Größen und Farben und mit Motiven drauf, jede Menge saure Würmer, Marshmellows in Obstform und mit Apfelgeschmack, Hotdogs aus Weingummi und sogar einen Stand, wo man an Süßigkeitenschnüren Perlen aus Gummibärchenmasse auffädeln konnte. Ich habe meiner Schwester spontan eine Kette gemacht.

Was hat euch am besten gefallen auf der Süßwarenmesse?

Medi: Was ich ziemlich cool fand, waren die kleinen schwarzen Pechkekse. Sie sind das Gegenteil von Glückskeksen und schmecken fast genauso. Der Unterschied: Die Pechkekse sind schwarz und darin findet man nicht freudige, sondern Pechbotschaften. Zum Beispiel: „Heute ist nicht dein Tag – und morgen auch nicht.“

Sehr lecker fand ich jene kleine Schokoladenkügelchen, die mit Roggen und Hafer gefühlt sind. Das klingt erst einmal nicht so lecker, aber wenn man sie probiert, ist man hin und weg.

Fritz: Meine absolute Neuentdeckung sind „Glotzer“. Das sind große Augen aus einer Art weißem, nach Obst riechendem Schaumgummi, mit Pupillen aus Gummibärchenmasse in Rot oder Grün und mit saurer, flüssiger Erdbeerfüllung… Hört sich gruselig an? – Ja, so sind sie auch verpackt, mit roten Äderchen auf einer durchsichtigen Plastikkugel, die jedes Auge umhüllt.

Übrigens: Bei vielen Süßigkeiten habe ich gesehen, dass sie „veggie“ sind. Dieser Trend hat sich wohl auch hierhin ausgebreitet, was ich interessant finde. Ach ja, fast hätte ich vergessen zu erwähnen, dass ich an einem Stand Steine gesehen habe, die verblüffend echt aussahen, aber aus Schokolade waren.

Was hat euch nicht so gut gefallen?

Medi: Schade fand ich, dass es nicht so viele salzige Snacks gab. Ich persönlich mag so was nämlich viel lieber als zum Beispiel Gummibärchen oder Schokolade. Nach ein paar Stunden auf der Messe hatte ich sogar das dringende Bedürfnis ein Stück Brot zu essen.

Wie war die Stimmung auf der Süßwarenmesse?

Medi: Die Stimmung war sehr gut und die Leute waren sehr locker und großzügig. Mein Rucksack war am Ende prall gefüllt.

Fritz: Nach drei Stunden bin ich mit vielen neuen Sachen im Kopf und einer geschenkten Tasche mit Süßigkeitenproben nach Hause gefahren und musste feststellen: Jetzt habe ich Hunger auf ein Salamibrot. Bloß nix Süßes mehr! (Das kommt sehr selten vor. Schon allein deshalb war die Messe ein besonderes Erlebnis!)