Orang-Utan: Warum musste Nieas sterben?

Orang-Utan: Warum musste Nieas sterben?
Das Orang-Utan Kind Nila spielt im Zoo Duisburg (Bild: dpa)

Die gute Nachricht: Bayu, das Orang-Utan-Männchen, das am 31. August gemeinsam mit einem anderen versucht hat, nach einem Streit aus dem Duisburger Zoo auszubrechen, konnte gerettet werden. Das andere, namens Nieas, musste leider getötet werden, als es gerade über den Zaun klettern wollte. Tierschützer sagen: Menschenaffen sollten generell nicht in Zoos gehalten werden. 

Ein Tierpfleger des Duisburger Zoos, soll schuld daran sein, dass der Orang-Utan Nieas durch einen falsch gesicherten Schieber aus seinem Gehege ausbrechen konnte, das berichten Mitarbeiter des Tiergartens in Duisburg. (Duisburg ist eine große Stadt, gar nicht so weit weg von Köln, in unserem Bundesland Nordrhein-Westfalen gelegen). Danach muss er mit dem Orang-Utan Bayu, der in einem anderen Trakt des Zoos untergrbracht ist, in Streit geraten sein. Panikartig soll Nieas dann die Flucht durch ein Oberlicht in der Decke des Geheges ergriffen haben. Als Nieas danach versucht hat, über den Außenzaun ins Freie zu klettern, wurde er erschossen. Bayu, das zweite Männchen ist wohl in seinem Gehege geblieben und konnte mit einer Spritze betäubt worden.

Der Zoodirektor sagt, dass das die richtige Entscheidung gewesen wäre, den Affen zu töten. Warum? „Bis das Betäubungsmittel gewirkt hätte, sagt er, hätte der 26 Jahre alte Orang-Utan einen Zaun überwinden und auf die Straße rennen können. Dort hätte er Menschen bedrohen und ein Verkehrschaos auslösen können.
Tierschützer sagen: Das hätte nicht sein müssen. Weil sie finden, dass Menschenaffen in Tiergärten nichts zu suchen haben. Sie glauben, dass die Tiere dort oft krank werden, weil sie nicht artgerecht gehalten werden können.

Von dpa/Caroline Kron