Warum wird Kardinal Meisner aufgebahrt?

Warum wird Kardinal Meisner aufgebahrt?
Diese Menschen wollten am Freitag von Kardinal Meisner Abschied nehmen. (Foto: dpa)

Vor einigen Tagen ist der ehemalige Kölner Erzbischof Joachim Meisner gestorben. Jetzt wird er in Köln aufgebahrt. Das heißt: Seine Leiche wird öffentlich gezeigt. Warum machen Christen das?

Abschied nehmen

Für viele Feste und besondere Ereignisse im Leben gibt es im Christentum besondere Rituale. Zu diesen Ereignissen gehören fröhliche Feste wie die Taufe, die Kommunion und die Firmung. Aber auch im Todesfall und bei der Bestattung hilft die Religion den Betroffenen mit ihren Vorstellungen und Verhaltensregeln.

Vor einigen Tagen ist der ehemalige Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, gestorben. Er wurde 83 Jahre alt. Jetzt wird er vier Tage in Köln aufgebahrt. Noch bis Montagabend (10. Juli) können Gläubige in der romanischen Basilika St. Gereon Abschied nehmen.

Meisners Leiche wird vier Tage lang gezeigt

Einen toten Menschen aufzubahren, bedeutet, den Leichnam auf eine Bahre (Totentrage) zu legen oder in einen Sarg zu betten, so dass man ihn anschauen oder davor beten kann. Es gibt eine offene und eine geschlossene Aufbahrung. Die geschlossene Form ist die überwiegend gewählte. Der Sarg, in dem der Tote liegt, ist dann bereits mit einem Deckel verschlossen.

Ein geschlossener Deckel erleichtert es vielen, Abschied zu nehmen, denn oftmals gibt es eine Scheu, sich einen Toten anzusehen. Dies ist bei der für Kardinal Meisner gewählten offenen Aufbahrung möglich. Er liegt auf einer Bahre und trägt ein violettes Messgewand.

Manchmal ist es sogar erlaubt, den Toten letztes Mal zu berühren. Das ist nichts Schlimmes, aber viele Menschen möchten auch das nicht.

Von sf