Happy Birthday Uni Köln

Happy Birthday Uni Köln
Hauptgebäude der Universität zu Köln. Foto: Uwe Weiser

Herzlichen Glückwunsch, Universität zu Köln! 100 Jahre alt wird die Uni in diesem Jahr. Aber hättest du gedacht, dass sie noch viel älter ist? Und überhaupt: Was ist eigentlich eine Uni? Was macht man da?

Studenten verfolgen in der Aula der Universität die Einführungsveranstaltung. Foto: Oliver Berg/dpa

Was ist eine Universität?

Eine Universität ist eine Art von Schule. Man sagt auch Hochschule. Dort kannst du weiterlernen, wenn du mit dem Gymnasium oder der Gesamtschule fertig bist und dein Abitur gemacht hast. An einer Universität kannst du sehr viele unterschiedliche Dinge studieren, also lernen. Für manche Fächer braucht man aber besonders gute Noten oder muss einen Test machen. Du könntest zum Beispiel Medizin studieren und Arzt werden. Oder du könntest Mathe, Deutsch und Pädagogik studieren und Grundschullehrer werden. Oder Jura und später als Rechtsanwalt oder Richter arbeiten. Du könntest aber auch einfach Fächer studieren, die dich interessieren und dich nicht direkt auf einen bestimmen Beruf vorbereiten. Beispiel gefällig? In dem Studiengang „Antike Sprachen und Kulturen“ an der Uni Köln lernst du unter anderem Hieroglyphen lesen! Du kannst aber auch Japanisch, Russisch oder Finnisch lernen oder Musik, Geschichte oder Physik studieren. Die Auswahl ist riesig!

Welche Abschlüsse gibt es?

Genau wie in der Schule musst du auch an der Universität Tests, Klausuren und Prüfungen machen. Manchmal musst du auch Referate oder Präsentationen halten oder Hausarbeiten schreiben, also sehr lange, wissenschaftliche Aufsätze. Nach drei Jahren (oder ein bisschen mehr) machst du dann eine große Prüfung oder schreibst eine Abschluss-Arbeit. Wenn du alles bestehst, bekommst du deinen Bachelor – so heißt heute der häufigste Abschluss an der Universität. Danach kannst du noch zwei Jahre weiterstudieren und einen Masterabschluss draufsetzen. Und dann? Kann man immer noch weiterstudieren! Das nennt man dann promovieren. Wenn man damit fertig ist, darf man sich Doktor nennen – auch, wenn man Deutsch, Physik oder Geschichte studiert hat. Ein Doktor ist nämlich gar nicht immer ein Arzt! Und wenn du dann immer noch nicht genug hast, kannst du auch noch Professor werden. Aber das dauert dann wirklich viiiiele Jahre.

Wer arbeitet an der Uni?

An der Uni gibt es die Studenten, also die Schüler. In Köln sind das momentan fast 50 000 Menschen! Die Lehrer heißen Dozenten. Viele von ihnen sind Doktoren. Am meisten zu sagen haben aber die Professoren – also die Leute, die bis ganz, ganz zum Schluss studiert haben. Doktoren und Professoren unterrichten aber nicht nur die Studenten, sie sind auch Forscher! Jeder hat ein bestimmtes Thema, mit dem er sich sehr ausführlich beschäftigt: Ein Biologie-Professor könnte zum Beispiel Frösche beobachten und untersuchen und Dinge herausfinden, die noch niemand weiß. Ein Doktor für Englisch könnte sich mit „Harry-Potter“-Schriftstellerin Joanne K. Rowling beschäftigen und ihre Geschichten untersuchen. Die Möglichkeiten sind endlos.

Panoramabild des Hauptgebäudes der Universität zu Köln. Foto: © A.Savin, WikiCommons

Alte und neue Uni Köln

Die Uni in Köln wurde schon vor 631 Jahren gegründet, nämlich im Jahr 1388. Damit ist die Kölner Uni fast die älteste in Deutschland – nur die Uni in Heidelberg in Süddeutschland wurde noch zwei Jahre früher gegründet. Allerdings wurde die Uni Köln im Jahr 1798 geschlossen – damals hatten Soldaten aus Frankreich das Rheinland besetzt. Mehr als 120 Jahre gab es in Köln keine richtige Uni. Erst 1919, also vor genau hundert Jahren, eröffnete der damalige Oberbürgermeister Konrad Adenauer die Universität wieder. Bist du schonmal am Hauptgebäude in Lindenthal vorbeigekommen? Du siehst es auf dem Foto.

Von Angela Sommersberg