Hoch hinaus!

Hoch hinaus!
Foto: picture alliance / Sven Hoppe/dpa

Wenn du schön häufiger in den Bergen Urlaub gemacht hast, hast du vielleicht bemerkt: Auf einem Berg kann es sehr unterschiedlich aussehen – je nachdem, auf welcher Höhe du dich befindest. Im neuen Teil unserer Serie geben wir dir einen Überblick, worin diese Unterschiede liegen. Und zwar am Beispiel der Alpen.

Verschiedene Bereiche

Berge können mehrere Tausend Meter hoch sein. Und je höher du dich auf einem Berg befindest, desto kälter ist es. Entsprechend unterschiedlich sieht es auf einem Berg auch aus. Experten nennen die verschiedenen Bereiche an einem Berg „Vegetationszonen“. Mit Vegetation sind alle Pflanzen gemeint, die in einem bestimmten Gebiet wachsen. Und dieses Gebiet ist geprägt durch Boden, Regen, Sonne und das Klima. Deswegen findet man auch in allen Zonen unterschiedliche Pflanzen.

1 Die untere Zone

Ganz unten am Berg gibt es grüne Wiesen, Felder, Obstwiesen und Laubwälder. In diesen Wäldern findest du in den Alpen vor allem Buchen und Eichen. Bis in eine Höhe von etwa 1000 Meter können diese Laubwälder wachsen.

2 Die mittlere Zone

In der Stufe darüber wachsen zwar auch noch Bäume, hier sind es aber vor allem Nadelwälder mit Tannen oder Fichten. Bis in eine Höhe von 2000 Metern kannst du diese Pflanzen finden. Danach wachsen keine hohen Bäume mehr, deswegen spricht man von der „Baumgrenze“.

3 Die obere Zone

Oberhalb der Baumgrenze wachsen vor allem kleine Sträucher, zum Beispiel Latschen- und Krüppelkiefern. In dieser Zone gibt es auch viele Wiesen. Dort grasen im Sommer die Kühe, oft gibt es hier auch kleine Bauernhöfe oder Hütten. Solche Orte nennt man „Alm“. Dieser Bereich endet in den Alpen auf einer Höhe von maximal 3000 Metern.

4 Der Gipfel

Ganz oben am Berg ist es vor allem eines: felsig. Und teilweise liegt dort das ganze Jahr über Schnee – so kalt ist es nämlich da, auch im Sommer! Deshalb gibt es auch nur noch selten Wiesen. Manchmal wachsen noch ein paar Moose und Blümchen, aber ansonsten sieht es dort oben ziemlich kahl aus.

Die Tiere

Wenn du in den verschiedenen Höhenstufen der Alpen unterwegs bist, kannst du – wenn du Glück hast – auch sehr viele unterschiedliche Tiere entdecken. Insgesamt rund 30 000 Arten leben in der Region! Davon sind mehr als 80 Arten Säugetiere. Eines davon ist zum Beispiel das Murmeltier. Es hat sich super an die Alpenregion und das dortige Wetter gewöhnt. Wenn es im Winter nämlich kalt wird, hält das Murmeltier einfach Winterschlaf.

Der Steinbock, der Schneehase oder auch das Schneehuhn haben eine andere Lösung für die niedrigen Temperaturen gefunden: Sie haben eine besondere Wärmeisolierung. Ein besonders dichtes Fell – oder besonders dichte Federn – schützen sie vor der Kälte. Manche Tiere haben auch eine dicke Fettschicht, die die kalten Temperaturen abhält.

Schutz der Tiere

Als immer mehr Menschen in die Alpen kamen, haben sich manche dieser Tiere mehr und mehr zurückgezogen. Deshalb gibt es mittlerweile große Schutzgebiete, damit sich die Tiere wieder ansiedeln. Das hat dafür gesorgt, dass es heute sogar wieder Raubtiere in den Alpen gibt – wie zum Beispiel den Luchs, den Braunbär oder den Wolf.

Von Jennifer Wagner

Foto: Sabina Bhattrai/epa/dpa

Ab in die Berge

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https://www.duda.news/ab-in-die-berge/