Werbung vor der Wahl

Werbung vor der Wahl
Diue Parteien machen gerade ordentlich Werbung für sich. Bild: dpa

Die Parteien versuchen, möglichst viele Menschen von ihren Ideen zu überzeugen.

In knapp fünf Wochen, am 23. Februar, findet in Deutschland eine wichtige Wahl statt: die Bundestagswahl. Im Bundestag sitzen Politikerinnen und Politiker aus verschiedenen Parteien, die wichtige Entscheidungen für das ganze Land treffen. Die Mitglieder des Bundestages entscheiden nach der Wahl auch, wer als ­Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin die nächste Regierung anführt.

In den Wochen vor der Wahl machen die Parteien Werbung für sich und ihre Ideen. Man nennt das auch Wahlkampf. Sie hängen zum Beispiel Plakate auf, Politikerinnen und Politiker geben Interviews im Fernsehen oder halten Reden bei öffentlichen Veranstaltungen. Außerdem veröffentlicht jede Partei ein Wahlprogramm. Darin steht, was die Partei vorhat und welche Ziele sie umsetzen würde, wenn sie nach der Wahl das Land regieren könnte.

Wahlplakate für die Bundestagswahl 2025 hängen in den Städten. Bild: dpa

Nur wenig Zeit

Über das Wahlprogramm stimmen die Parteien in der Regel auf einem sogenannten Parteitag ab. Dort treffen sich die Politikerinnen und Politiker der Partei. Kürzlich fanden gleich drei Parteitage statt – von SPD,  AfD und BSW – denn die Parteien haben dieses Mal weniger Zeit für den Wahlkampf. Weil die bisherige Regierung im Streit auseinandergegangen ist, muss früher als geplant gewählt werden.

Große Proteste

Vor dem Parteitag der AfD gab es große Proteste. Etwa 10.000 Menschen gingen auf die Straße, um gegen die Partei zu demonstrieren, und der Parteitag konnte erst später als geplant beginnen. Die AfD vertritt sehr ­radikale Positionen, zum Beispiel beim Thema Zuwanderung und beim Klimawandel. Die Partei will die Grenzen des Landes wieder überwachen und möglichst ­keine Menschen aus anderen Ländern mehr in Deutschland aufnehmen. Gegen den Klimawandel will die Partei nichts unternehmen. Vielen Menschen in Deutschland machen diese Pläne Sorgen. Gleichzeitig geben in Umfragen ziemlich viele ­Menschen an, dass sie die AfD wählen wollen. Im Moment liegt sie auf dem zweiten Platz hinter der CDU/CSU.

Die Mehrheit bekommen

Trotzdem wird die AfD wohl nicht in der nächsten Regierung beteiligt sein. Denn keine der anderen Parteien will mit ihr zusammenarbeiten. Um die Mehrheit im Bundestag zu haben und Gesetze beschließen zu können, müssen sich meist zwei oder mehr ­Parteien zusammentun. In den kommenden Wochen arbeiten alle weiter daran, noch möglichst viele Wähler von sich zu überzeugen.

Von Nina Jakobs